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Freitag 10.02.06, 10:00 Uhr

Soziale Bewegung trifft sich zum dritten Bochumer Sozialforum

Bewegung Macht Widerstand, am 17./18.2.2006 in Bochum

Unter dem beziehungsreichen Motto “Bewegung Macht Widerstand” veranstaltet das Sozialforum Bochum am 17./18. Februar 2006 im Bahnhof Langendreer seinen dritten großen Kongress. Mehr als 40 soziale und politisch bewegte Initiativen und Einzelpersonen rufen mit zum Forum auf, viele von ihnen sind auch an der Organisation des Forums beteiligt. “Damit wird schon im Vorfeld ein starkes Signal in der Öffentlichkeit und untereinander gesetzt”, sagt Cetin Sumer vom Bochumer Sozialforum. “Wir möchten alle Menschen und Initiativen einladen, sich am Forum, an den Diskussionen und Workshops und an der anschließenden ‘Versammlung der Sozialen Bewegungen’ zu beteiligen und einzubringen.”

Nach dem Muster der seit 2001 welt- und europaweit veranstalteten Sozialforen entstanden in der Folge viele lokale Sozialforen, die sich der “Charta der Prinzipien” des Weltsozialforums von Porto Alegre anschlossen. So startete 2003 auch das Bochumer Sozialforum mit seinem Gründungskongress. Durch monatliche Plena und zahlreiche Bildungs- und Protestveranstaltungen wurde Kontinuität erreicht, die 2004 in den zweiten Kongress unter dem Motto “Alternativen” mündete. “Wir wollen die vielen unterschiedlichen Initiativen nicht ersetzen oder vereinheitlichen”, erläutert Sumer die Arbeit des Sozialforums, “sondern ein gemeinsames und solidarisches Netzwerk vieler außerparlamentarischer, überparteilicher Organisationen stützen, das den Widerstand gegen Sozialabbau schärft. Gleichzeitig wollen wir den Alternativen zur herrschenden Ergebenheit in die Verhältnisse mehr Gehör verschaffen.”

Nach Meinung der Sozialforumsaktiven hat sich die Lage der Menschen nach den Regierungswechseln in Bund und Land weiter verschlechtert. “Wir erleben täglich neue Angriffe auf ArbeitnehmerInnen, Auszubildende, Studierende und Erwerbslose”, sagt Sumer. “Die Sozialforumsbewegung ist für uns ein erster Schritt in die Richtung einer selbstorganisierten, nicht auf Konkurrenz, sondern auf Solidarität begründeten Gesellschaft. Mit dem Dritten Bochumer Sozialforum wollen wir zurückblicken, reflektieren und die Initiative wiedergewinnen.”

Das Forum beginnt am Freitagabend mit einem Vortrag von Ulrich Brand zu erfolgreichen Gegenstrategien und setzt sich am Samstagmorgen ab 11 Uhr mit einer Podiumsdiskussion zu den Perspektiven des Widerstands fort. Nach den Impulsen des Podiums zu Abwehrkämpfen im Betriebsalltag (Opel, Lidl) und von Flüchtlingen werden in acht Workshops unterschiedliche Themen wie Grundeinkommen, Geschlechterverhältnissse, Wohnsituationen, Gewerkschaftsarbeit, Gleiche Rechte, Bildung und Sicherheit behandelt (siehe beiliegendes Programm). Ab 18 Uhr wollen Menschen und Initiativen in der “Versammlung Sozialer Bewegungen” ihre Ideen diskutieren. Schließlich sind alle zu einem großen “kommunikativen Essen” eingeladen, wobei das Sozialforum von der Initiative “food-not-bombs” unterstützt wird.

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Anhang:
Aufruf zum dritten Bochumer Sozialforum
Programm drittes Bochumer Sozialforum
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Ralf Bindel, ralf@macnews.de - Fon: ++49 (0)234 97 99 513
Am Varenholt 123, D-44797 Bochum - Fax: ++49 (0)234 97 99 514