Archiv - Oktober 2006
Vorbereitungstreffen für das 4. Sozialforum in Bochum 2007
Die Vorbereitungen für das vierte Bochumer Sozialforum am 23. und 24. Februar März laufen. Als zentrales Oberthema haben wir bis jetzt das Thema “G8 und wir” in der Planung. Wie auch beim dritten Sozialforum 2006 sind vor allem auch lokale Gruppen eingeladen, am Samstag, 24.3.07, Workshops anzubieten, um sich und ihre Arbeit zu präsentieren. Am Montag, 6.11.06 um 18 Uhr treffen wir uns zur weiteren Organisation des 4. Sozialforums im Bahnhof Langendreer vor der Veranstaltung mit Elmar Altvater. Über die Vorschläge und Teilnahme von Vertreterinnen und Vertreter von Initiativen und Gruppen würden wir uns freuen.
Aktionsfahrplan gegen den G8-Gipfel 2007 rund um Heiligendamm
Für Juni 2007 (6. bis zum 8. Juni) ist im Ostseebad Heiligendamm der nächste G8-Gipfel geplant und es tut sich was: In Nichtregierungsorganisationen, Umweltverbänden, linken und antirassistischen Netzwerken, Gewerkschaften, Parteien oder lokalen Anti-G8-Bündnissen, überall steht das nächste Gipfeltreffen der G8 auf der Tagesordnung…
Aktualisierte Informationen zu den Gipfelprotesten:
- de.indymedia.org:
http://de.indymedia.org/2007/05/175641.shtml - attac:
www.attac.de/heiligendamm07/ - Block G8:
www.block-g8.org/ - dissentnetwork.org:
dissentnetzwerk.org/node/509 - www.gipfelsoli.org:
www.gipfelsoli.org/Home/533.html
jede Menge Kultur: Move against G8 [Juli (unplugged mit Eva und Jonas), Amparo Sanchez, Irie Révoltés, Tom Morello (Ex-Rage against the Machine/Audioslave), Wir sind Helden, David Rovics, Finkenauer, Mad Maxamom, Supershirt, Shiva Grings
Infos zu den Camps: www.camping-07.de
G8 - Legal Team, Anwaltlicher Notdienst bietet Rechtsbeistand für Festgenommene und bei polizeilichem Fehlverhalten: 038204-768111
vorläufiger Aktionsfahrplan rund um Heiligendamm:
ab 26. Mai: Convergence Center Hamburg, evtl. Berlin
Anfang Juni:
“Block Germany”, Dezentrale Blockaden all over Deutschland
1. Juni:
Bombodrom, Freie Heide, “Vorläufige Neubesiedlung des Geländes”; Camp und Start Karawane nach Heiligendamm, evtl. mit Euromärschen
[www.g8andwar.de | www.freieheide.de | www.freieheide-nb.de | www.sichelschmiede.org | www.euromarches.org]
2. Juni:
Großdemonstration Rostock; voraussichtlich mit zwei Demonstrationssäulen, davon eine mit Auftakt-Kundgebungsort in Rostock-Lichtenhagen, Abschlußkundgebung, Konzert
[www.g8-germany.info | www.attac.de/heiligendamm07/]
3. Juni:
Aktionstag Landwirtschaft; Internationale Auftaktveranstaltung
[www.gendreck-weg.de | www.dosto.de/gengruppe/g8_2007]
4. Juni:
Aktionstag Migration; Aktivitäten an Lagern, Ausländerbehörden, etc.; Demonstration Rostocker Innenstadt, größere Veranstaltung
[www.nolager.de]
4. - 7. Juni:
Aktionen Zivilen Ungehorsams/ Blockaden
[www.block-g8.de | www.dissentnetzwerk.org | www.x-tausendmalquer.de]
5. - 7. Juni:
Alternativ (Gegen-) Gipfel zum G8-Treffen, Rostock
[www.g8-alternative-summit.org/de | www.g8-germany.info | www.attac.de/heiligendamm07/]
6. Juni:
Aktionstag Antimilitarismus, Blockaden Flughafen Rostock-Laage und Heiligendamm
[www.g8andwar.de | www.dissentnetzwerk.org | www.freieheide.de | www.freieheide-nb.de | www.sichelschmiede.org]
7. Juni:
Sternmarsch Heiligendamm, von Nienhagen, Kühlungsborn, Bad Doberan, Kröpelin
[www.dissentnetzwerk.org]
7. Juni:
“Music and Message” - Konzert Grönemeyer nahe Heiligendamm/ IGA Rostock
[www.deine-stimme-gegen-armut.de]
Außerdem angekündigt:
Camps, Fahrradkarawanen, Samba-Bands, Clowns Army, Großpuppenaktionen, Demo-Sanis, Aktionen kirchlicher Gruppen, Gottesdienste, UN-Milleniumskampagne, Sonderzüge etc. etc.
Infos unter:
attac.de
www.heiligendamm2007.de
www.g8-germany.info
Weltsozialforum 2007 in Nairobi
Das siebte Weltsozialforum wird im Gegensatz zu dem dreigeteilten Forum des Jahres 2006 wieder ein zentrales sein. Es wird vom 20. bis 25. Januar 2007 in Nairobi / Kenia / Afrika stattfinden.
“Wenn ich schon in Deutschland lebe, dann will ich wenigstens sterben wie Gott in Frankreich”
“Wenn ich schon in Deutschland lebe, dann will ich wenigstens sterben wie Gott in Frankreich”, denkt ein älterer Herr in der Anzeige für die Sterbegeld-Absicherung der KarstadtQuelle Versicherungen. Die Anzeige findet sich in der aktuellen Ausgabe der Fernsehzeitschrift rtv.
“Traditionsoffensive” der Bundeswehr
linkszeitung.de - Samstag, 28. Oktober 2006
Kaserne der Totenschänder ist nach einem Rassisten benannt
Bad Segeberg (ppa). Die auf den RTL-Fotos von einer Totenschändung in Afghanistan abgebildeten Bundeswehrsoldaten gehören nach ARD-Informationen, die vom Bundesverteidigungsministerium nicht dementiert wurden, dem Panzergrenadier-Bataillon 182 im schleswig-holsteinischen Bad Segeberg an. Die Kaserne in Bad Segeberg wurde in den sechziger Jahren nach dem Rassisten Lettow-Vorbeck benannt. Dazu schrieb Jakob Knab, Pax-Christi-Mitglied und Sprecher der “Initiative gegen falsche Glorie”: “Der Osnabrücker Historiker Uwe Schulte-Varendorff nannte Paul von Lettow-Vorbeck (1870 - 1964) einen ‘Militaristen, Rassisten, Antisemiten und Antidemokraten’. Lettow-Vorbeck war beteiligt an der Niederschlagung des Herero-Aufstands in Deutsch-Südwestafrika; dies endete mit dem Tod Zehntausender Afrikaner.” (weiterlesen)
Einladung zur III. Herner Sozialkonferenz
“Wie wir morgen leben und arbeiten wollen”
Die bisherigen Erfahrungen mit der Agenda 2010 und den so genannten Hartz Reformen geben den anfänglichen Kritiken an beiden „Reformen“ recht: Die Reformen haben die Lage arbeitsloser Bürgerinnen und Bürger, aber auch die von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und Rentnerinnen und Rentnern nicht verbessert, im Gegenteil:
Leistungskürzungen, verschärfte Zumutbarkeitskriterien und Zwangsumzüge setzen Arbeitslose einem in der BRD bisher beispiellosen Druck aus. Rentenkürzungen und Reallohneinbußen bei gleichzeitig steigenden Beiträgen zu den Sozialversicherungen belasten ebenfalls einen Großteil der Menschen. (weiterlesen)
Oktober-Plenum des Sozialforums
Liebe FreundInnen des sozialen Protests!
Wir laden euch hiermit zum Oktober-Plenum des Bochumer Sozialforums ein.
Dieses findet wie gewohnt am letzten Montag im Monat um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum (Rottstr.31 / Hinterhaus) statt - diesmal am 30. Oktober.
Themen diesmal sind unter anderem: (weiterlesen)
Demo gegen Bildungsabbau
HFG verhindern, Gebühren kippen!
HBF Düsseldorf - 5 vor 12 Uhr
Protestkomitee Bochum
Einladung zur bundesweiten Aktions- und Strategiekonferenz des gesamten Widerstands gegen Sozial- und Lohnabbau in Frankfurt am 2. und 3. Dezember 2006
Am 1. November 2003 demonstrierten 100.000 Menschen in Berlin gegen die Agenda 2010 der Schröder/Fischer-Regierung - öffentlich wahrgenommene Geburtsstunde einer neuen sozialen Bewegung gegen Sozial- und Lohnraub in Deutschland, gewachsen aus lokalen und regionalen Initiativen vieler gesellschaftlicher Sektoren. Dieses breite weltanschauliche und politische Spektrum gab sich als Bündnis “Alle gemeinsam gegen Sozialabbau” im Januar 2004 eine gemeinsame Plattform, den ‘Frankfurter Appell’. (weiterlesen)
Das Ende einer Bahn-Privatisierung
linkszeitung.de - Montag, 23. Oktober 2006
Estland kauft Bahn zurück - bevor der Verkehr zusammenbricht
Tallinn (ppa). Estland kauft die in den neunziger Jahren privatisierte Eisenbahn des Landes für umgerechnet rund 180 Millionen Euro zurück. Das berichtete die linke Schweizer Wochenzeitung WOZ. Die Summe, die von der estnischen Regierung für den Rückkauf entrichtet werden muss, ist zweieinhalb Mal so hoch wie jener Betrag, den sie vor fünf Jahren von der privaten Eisenbahngesellschaft BRS erhalten hat. Dafür bekommt der estnische Staat ein marodes Schienennetz zurück, das die BRS nicht wie vereinbart ausgebaut, sondern durch viel zu schwere US-amerikanische Loks ruiniert hat. Seit Estlands Bahn in privaten Händen ist, wurde sie offenbar so gründlich heruntergewirtschaft, dass der Verkehr fast ganz zusammengebrochen ist. Auf der Hauptstrecke zwischen dem estnischen Tallinn und dem lettischen Riga verkehrt inzwischen kein einziger Personenzug mehr. Die WOZ zitiert die estnische Tageszeitung «Postimees» mit dem Satz: «Wenn das Geld den Zugverkehr bestimmt, landet er auf dem Abstellgleis.» Den vollständigen Artikel finden Sie auf der Homepage der WOZ
Infoveranstaltung
Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen
Mit Elmar Altvater
Anders als der reale Sozialismus bricht der Kapitalismus nicht zusammen - es sei denn durch “äußere Anstöße von extremer Heftigkeit” und eine “glaubwürdige Alternative im Innern”. Die Dynamik der modernen Gesellschaften verdankt sich der “Dreifaltigkeit” von europäischer Rationalität der Weltbeherrschung, kapitalistischen sozialen Formen und fossilen Energien. Dies ist die Grundlage der “geo-ökonomischen” Globalisierung und des “geopolitischen” neuen Imperialismus, einer Allianz von marktgläubigem Neoliberalismus und auf militärische Macht setzendem Neokonservativismus. Doch ist der Kapitalismus nicht stabil und krisenfrei. Die Finanzkrisen der vergangenen Jahrzehnte sind für wachsende Ungleichheit, für Armut und Elend in der Welt verantwortlich. Die Begrenztheit von fossiler und nuklearer Energie ist ein äußerer Anstoß von besonderer Heftigkeit; eine kapitalistische Gesellschaft ohne Öl versinkt im Chaos. Im Innern der Gesellschaft reifen aber “glaubwürdige Alternativen” heran: Die Ansätze einer “solidarischen Ökonomie” und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft. Der Kapitalismus, wie wir ihn kennen, gerät an ein Ende, ist Elmar Altvaters These in seinem aktuellen Buch „Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen. Eine radikale Kapitalismuskritik“ (Münster 2006). (weiterlesen)
Was bringt uns die Börsenbahn?
Diskussionsveranstaltung mit Winfried Wolf vom Bündnis “Bahn für Alle”
Soziales Zentrum, Rottstr. 31
Von der Übergabe staatlicher Angebote an private Unternehmen profitieren alle – so das Versprechen ihrer BefürworterInnen. Faule Postbeamte, die unbeeindruckt von langen Schlangen am Schalter gemächlich weiterarbeiten und nach einem solchermaßen entspannten Arbeitsleben dem Staat auf der Tasche liegen, bis sie hundertjährig sterben, BAT-besoldete Hausmeister, die öffentliche Gebäude verkommen und sich für die Vergabe von Aufträgen von Handwerksbetrieben schmieren lassen oder eine Bahn, der Verspätungen schnuppe sind – all dies würde unter dem Druck der Konkurrenz und des Marktes verschwinden, lautet das Versprechen. Und die Stellung, die den NutzerInnen zukommt, würde deutlich verbessert, wenn sie erst KundInnen sind. KundInnen gegenüber könnte eine Hochschule sich eine schlechtes Lehrangebot nicht leisten, wird etwa den StudentInnen zum Trost mit auf dem Weg gegeben, wenn sie demnächst generell Studiengebühren zahlen sollen. (weiterlesen)


