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Unabhängige Sozialberatung

Beratungszeiten:
Dienstag: 16.00 - 18.00 Uhr
Donnerstag: 11.00 - 13.00 Uhr

 
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Montag 12.02.07, 06:57 Uhr
Dienstag, 13. Februar 2007 um 19:30 Uhr
Infoveranstaltung

Die Gesundheitsreformen wirken - schlimmer als befürchtet

Über Risiken und Nebenwirkungen informiert Tobias Michel

Bahnhof Langendreer, Raum 6

Schon die letzte Gesundheitsreform wirkte. Ausgerechnet Patienten mit schlechtem Gesundheitszustand gehen seit Einführung der Praxisgebühr seltener zum Arzt. Suchten sie 2003 noch durchschnittlich 23 mal ihren Arzt auf, verzichteten sie 2005 auf fast ein Drittel dieser Besuche (16). Die Zahl der Rezepte und der verordneten Arzneimittel sank um etwa ein Viertel. Auch die aktuelle Gesundheitsreform zur Einführung eines Fondmodells löst keines der Probleme der Gesetzlichen Krankenversicherung, sondern wälzt sie weiter auf die Versicherten und Patientinnen und Patienten ab.
Es zeigt sich: “Gesundheitsreformen” sind kurzatmige Versuche, mehr oder weniger ausgeklügelt die Spielregeln anzupassen, um die Allianzen und Verteilungskämpfe der Pharmaindustrie, Krankenkassenverwalter, Privatpraxen, Apotheker und Chefärzte zu befrieden. Tatsächliche Prävention, also die Vermeidung von Krankheiten, ist nicht beabsichtigt. Denn ihre sozialen Ursachen, unsere Arbeits- und Lebensbedingungen, passen nicht ins Bonus-Malus-Heftchen.
Tobias Michel, Mitarbeitervertreter im Alfried Krupp Krankenhaus, stellv. Vorsitzender ver.di- Fachgruppe Krankenhäuser NRW, schreibt regelmäßig für die SoZ