Archiv - Februar 2007
Ulla Lötzer: Internationale Aspekte von Privatisierungen
Linkspartei und WASG
Christuskirche
Vielfach wird die neoliberale Globalisierungspolitik als Sachzwang dargestellt, der die Aufgabe von Sozialstandards, Reallohnsenkungen, den Abbau von Umweltstandards und die Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge erfordere.
Internationale Erfahrungen zeigen, dass Privatisierungen der öffentlichen Daseinsvorsorge in der Regel zu sinkender Qualität und zu steigenden Preisen führen. Demgegenüber sollten Öffentliche Dienste und Leistungen der Daseinsvorsorge künftig unter dem gesellschaftlichen Leitbild demokratischer Transparenz und einer sozial und ökologisch nachhaltigen Entwicklung gestaltet werden.
Ulla Lötzer ist Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie im Deutschen Bundestag und Sprecherin für internationale Wirtschaftspolitik und Globalisierung der Linksfraktion
Veranstaltet von der Linkspartei.PDS Bochum und der WASG Bochum / Herne
Dokumentarfilm: The Corporation
Dokumentarfilm Canada 2004
endstation.kino
Eintritt 5,50 €, erm. 4,50 €
The Corporation. Dokumentarfilm Canada 2004, 145 Min, Regie: Mark Achbar, Jennifer Abbott
Das pathologische Streben der Konzerne nach Geld und Macht” gibt Aufschluss über den Charakter und den kometenhaften Aufstieg der wichtigsten Institution unserer Zeit, des Konzerns. Ausschnitte aus Popkultur, Fernsehnachrichten und Firmenpropaganda dokumentieren, in welchem Maße die Konzerne Einfluss auf unser Leben nehmen.
Der Film führt den psychopathischen Charakter der Institution “Unternehmen” anhand von haarsträubenden Fallstudien vor, die zeigen, wie Unternehmen uns beeinflussen, unsere Umwelt, unsere Kinder, unsere Gesundheit, die Medien, die Demokratie und selbst unsere Gene - und wie sich die Menschen dagegen wehren.
Veranstaltet von endstation.kino und Bahnhof Langendreer
Birgit Morgenrath: „African Renaissance“ – Mythos oder konkrete Utopie?
Bochumer Initiative Südliches Afrika:
Bahnhof Langendreer
Afrika wird gemeinhin als Kontinent des Chaos wahrgenommen. Die durch die ungerechte Weltwirtschaftsordnung hervorgerufenen Probleme sind immens, und in vielen Staaten verschärfen korrupte Eliten die Misere.
Aber es gibt auch Gegentendenzen: Prominente Staatsführer haben die „Neue Partnerschaft für Afrika“, ein ambitioniertes wirtschaftspolitisches Programm der Afrikanischen Union aufgelegt, das demokratiefördernd wirken soll. Intellektuelle, Lehrer, Schriftsteller und Wissenschaftler diskutieren unter dem Titel der African Renaissance, wie sich Afrika auf seine Geschichte und seine traditionellen Werte besinnen und sich im Rückgriff darauf von Korruption, Bürgerkrieg und Elend befreien kann.
Birgit Morgenrath ist Journalistin, langjährige Antiapartheidsaktivistin und arbeitet u.a. bei der issa.
Veranstaltet von der BISA und dem Bahnhof Langendreer. Finanziell gefördert von der Europäischen Akademie NW.
Medienrevolution von unten – indymedia und Videoaktivismus gegen den G8
indymedia ruhr
Soziales Zentrum, Rottstr. 31
Seattle, Tagungsort der Welthandelsorganisation 1999. Monatelang mobilisieren GlobalisierungskritikerInnen aus dem Norden und dem Süden Amerikas zum Protest. Hunderttausende tragen ihre Kritik gegen die neoliberale Freihandelspolitik auf die Strasse und werden mit einem der brutalsten Polizei-Einsätze in der Geschichte Nordamerikas konfrontiert.
Mit Hilfe einer neuen Internet-Plattform gehen die Bilder in sekundenschnelle um die Welt. Video-AktivistInnen drehen in den brennenden Strassen Seattles Videoclips, die noch vor den Fernsehnachrichten die Öffentlichkeit der Welt erreichen. Es ist die Geburtsstunde von indymedia.
Indymedia AktivistInnen stellen die Frage nach der Kommunikation im Kampf um eine Gesellschaft ohne Unterdrückung. Wie kann Medienarbeit von unten aussehen? Wie agiert sie innerhalb eines horizontalen Netzwerkes? Welches Verhältnis hat sie zur Macht? Und welchen qualitativen Anspruch kann indymedia in Zeiten der aufstrebenden Online-Medien haben?
Mit Videobeispielen aus den Gipfelmobilisierungen der letzten Jahre.
Veranstaltet von indymedia ruhr
Wolfgang Dominik: Globalisierung und Krieg. Die G8 und ihre kriegerische Unordnungsfunktion
Friedensplenum und DFG-VK:
Bahnhof Langendreer
Im Namen der Freiheit verschiedener transnationaler Konzerne, die ihren Hauptsitz in den G 8 haben, wurde in der Geschichte der Kapitalverbrechen immer individueller Terror auch mit massenmörderischem staatlichen Terror beantwortet. Seit der Proklamation der Neuen Weltordnung durch Bush sen. setzte sich das militärische Faustrecht und die Militarisierung von innerstaatlichen und internationalen Beziehungen in kurzer Zeit durch . Auch historisch stehen Globalisierung und Krieg in einem dialektischen Kontext.
Wolfgang Dominik, Historiker und Soziologe, ist seit den 60er Jahren in der Friedens- und Ökologie-Bewegung aktiv.
Veranstaltet vom Bochumer Friedensplenum und DFG-VK
Hagen Kopp: Globale Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle
Internationalen Aktionsbündnis:
Soziales Zentrum, Rottstr. 31
Globale Bewegungsfreiheit war bereits der zentrale Slogan einer migrationsbezogenen Großdemonstration während der Anti-G8-Mobilisierung in Genua 2001. Seitdem fanden unter dem Motto „Freedom of movement“ mehrerer transnationaler Aktionstage statt und Globale Bewegungsfreiheit war eine der zentralen Forderungen mehrerer Sozialforen z. B. in diesem Jahr in Nairobi. Wir wollen diesen und ähnlichen Beispielen folgen und rufen dazu auf globale Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte gegen das weltweite Apartheidregime zu einer zentralen Säule der gemeinsamen Anti-G8-Mobilisierungen zu machen.
Hagen Kopp (/kein mensch ist illegal/ Hanau) gibt einen Überblick über geplante migrationsbezogenen Aktionen im Rahmen der G8-Mobilisierung und berichtet über transnationale Verbindungslinien und fragt nach den Interventionsmöglichkeiten auf den verschiedenen umkämpften Terrains.
Veranstaltet vom Internationalen Aktionsbündnis und dem Sozialen Zentrum
Ariane Brenssell: Gender, G8 und Mobilisierung
ag feministische theorie und praxis:
Bahnhof Langendreer
Der G8 ist nicht nur der Gipfel - die G8 schaffen Verhältnisse, die ohne Geschlechterstrukturen nicht auskommen würden und auch gar nicht durchsetzbar wären. Was heißt es für den Widerstand gegen G8 die Geschlechterverhältnisse einzubeziehen?
Fragen, Thesen, Diskussion
Ariane Brenssell ist Kritische Psychologin und u.a. aktiv im Antipatriarchalen Netz Berlin
Veranstaltet von der ag feministische theorie und praxis und dem Bahnhof Langendreer
Alexis Passadakis: G8, WTO & Co. – Krise und Protest
Bochumer Sozialforum:
Bahnhof Langendreer
Die G8-Gipfel sind zwar nicht die alles entscheidenden Bühnen internationaler Politik, trotzdem sind sie mehr als ein mediales Schaulaufen der RepräsentantInnen der acht mächtigsten Staaten. Nicht umsonst mobilisieren soziale Bewegungen weltweit massiv zu diesem politischen Großereignis. In dem Vortrag soll es darum gehen, welche Rolle die G8 als Institution konkret in der Umsetzung nationaler und internationaler Politiken und in der Weltwirtschaft spielen. Dabei stellt der Referent dar, wie sich G8, Weltbank und IWF institutionell zueinander verhalten und welche Bedeutung die Politik der G8 auf globale Entwicklungen und welche Auswirkungen sie bis hin zur lokalen Ebene hat. Zudem sollen aktuelle Konfliktlagen innerhalb der G8 beleuchtet werden.
Alexis Passadakis arbeitet als Campaigner beim Aktionsbündnis/ Gerechtigkeit jetzt!- Die Welthandelkampagne und ist bei attac aktiv
Veranstaltet vom Bochumer Sozialforum und dem Bahnhof Langendreer
Andreas Peters:
Die FREIe HEIDe
Das Bombodrom
oder
Können deutsche Militärpiloten in Afghanistan noch etwas anderes als Fotos schießen?
Attac Campus:
cafe campista im Sozialen Zentrum, Rottstr. 31
Referent: Andreas Peters von der Graswurzelrevolution
Etwa auf halber Strecke zwischen Berlin und Rostock liegt ein über 140 qkm großes Gebiet, daß das Militär als Bombenabwurfplatz nutzen will. Die Größe des Platzes ermöglicht das Üben sämtlicher Einsatzarten mit allen Waffensystemen, einschließlich Massenvernichtungswaffen. In der Logik staatlicher und wirtschaftlicher Eliten eine zentrale Voraussetzung für weltweite Herrschaftsansprüche, im Verbund mit EU und NATO und in Absprache mit anderen großen Wirtschafts- und Militärmächten. ( siehe Konferenzen in Davos, München und im Juni in Heiligendamm)
Seit Beginn der 90er Jahre wehrt sich in der Region ein großer Teil der Bevölkerung gegen das geplante Bombodrom. Doch trotz der überregionalen und weltweiten Bedeutung sind die Pläne des Militärs und der deutschen Regierung “als auch der Widerstand der Bevölkerung” noch nicht im Bewußtsein vieler angelangt.
An dem Abend gibt es Informationen rund um den geplanten Bombenabwurfplatz und dessen Bedeutung, zu Widerstandsstrategien und Aktionsformen und zum Aktionstag am Freitag, den 1.6.2007 auf dem Platz.
Dokumentarfilm: Unser täglich Brot
täglich bis 14. März
endstation.kino, Bahnhof Langendreer
Eintritt 5,50 €, erm. 4,50 €
Infos zum Film
Dokumentarfilm: Unser täglich Brot
täglich bis 14. März
endstation.kino, Bahnhof Langendreer
Eintritt 5,50 €, erm. 4,50 €
Infos zum Film
Dokumentarfilm: Unser täglich Brot
täglich bis 14. März
endstation.kino, Bahnhof Langendreer
Eintritt 5,50 €, erm. 4,50 €
Infos zum Film



