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Dienstag 20.03.07, 13:14 Uhr
Freitag, 23. März 2007 um 11:00 Uhr

Ausstellungseröffnung: Opfer rechter Gewalt

Die Ausstellung porträtiert 134 Menschen, die rechter Gewalt seit 1990 zum Opfer fielen. Die Ausstellung ruft diese Menschen in Erinnerung.
Die Ausstellung wird am Freitag, den 23. März, um 11 Uhr im Jahrhunderthaus der IG-Metall (Alleestr. 80) eröffnet. Es sprechen:

  • Ulrike Kleinebrahm (1. Bevollmächtigte der IGM)
  • Uli Borchers (Bündnis gegen Rechts)
  • Jonas Frykman (Opferperspektive Brandenburg, Potsdam), der anschließend auch durch die Ausstellung führen wird.

Viele wurden getötet, weil für sie im Weltbild von Rechtsextremisten kein Platz ist; manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Einige Schicksale bewegten die Öffentlichkeit, viele wurden kaum zur Kenntnis genommen, vergessen sind die meisten.
Von vielen der Toten wurde nie ein Foto veröffentlicht, von manchen noch nicht einmal der Name.
Im Herbst 2000 veröffentlichte die „Frankfurter Rundschau“ und „Der Tagesspiegel“ eine Chronik von 93 Opfern rechter Gewalt. Weil die Bundesregierung nur 39 Tote seit 1990 als Opfer rechtsmotivierter Gewalttaten anerkennt, entfachte die Veröffentlichung einen politischen Streit.
Die Ausstellung erinnert an 134 Menschen – eine Dokumentation gegen die Verdrängung des Ausmaßes rechter Gewalt in Deutschland.

Bündnis-Webseite: Eine Stadt solidarisch - Nazis keine Chance - Bochum gegen rechts