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Mittwoch 28.03.07, 11:07 Uhr
Erstes Berliner Sozialforum in der Neuköllner Rütlischule am 21./22.April

»Für ein Berlin, in dem wir leben wollen!«

Eröffnung durch Giuliano Giuliani

Zum ersten Mal kommen am 21./22. April Berliner BürgerInnen zu einem lokalen Sozialforum zusammen. Besonderer Anlass – besonderer Ort: Das erste Berliner Sozialforum wird in der Neuköllner Rütlischule und dem gegenüberliegenden Jugendzentrum Manege stattfinden. Die Rütlischule war vor gut einem Jahr bundesweit in die Schlagzeilen geraten, weil das Kollegium in einem Brief an die Behörden die Zustände an dieser Hauptschule im sozialen Brennpunkt als so unerträglich schilderte, dass diese Schulform am besten abzuschaffen sei. Das Jugendzentrum Manege mit seinem freien Träger FUSION e.V. war in den folgenden Debatten um “Multi-Kulti” und “gescheiterte” Integration immer wieder als positives Gegenbeispiel in Erscheinung getreten. “Schon lange haben am Sozialforum beteiligte Gruppen und Initiativen Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit beispielsweise in der Sozial- oder Flüchtlingspolitik. Die Entscheidung, sich im Kiez zu treffen, heißt auch, Lösungen dort zu suchen, wo die Probleme am deutlichsten sichtbar werden”, erklärt Karin Baumert von der Initiative Zukunft Bethanien.Das Motto der Sozialforumsbewegung lautet “Eine andere Welt ist möglich!”. Für das erste Forum in der Hauptstadt haben die OrganisatorInnen den Titel “Für ein Berlin, in dem wir leben wollen!” gewählt. “Wir stehen nicht nur da und kritisieren Regierungspolitik. Wir haben Alternativen zur herrschenden Politik und den festen Willen, diese auch bekannt zu machen”, sagt Corinna Genschel vom Komitee für Grundrechte und Demokratie.

Das Berliner Sozialforum sieht sich in der Tradition des Weltsozialforums, eine Zusammenkunft globalisierungskritischer Bewegungen. “Sozialforen sind ein völlig anderer Politikansatz. Ein offener Raum in dem Personen, egal ob Gewerkschaftsfunktionärin, Kirchenvertreter, Umweltaktivist oder einfach als interessierter Mensch miteinander gleichberechtigt über Gesellschaft und Politik diskutieren,” veranschaulicht es Reinhard Schaenke vom Organisationskreis. “Sozialforen sind weder eine Organisation noch ein Bündnis und doch ein bisschen von beidem. Ein Ort des voneinander Lernens an dem Positionen ausgetauscht und dabei schon auch Schnittmengen ausgelotet werden. Ein Gärungsbecken für soziale Bewegungen”, erläutert Peter Grottian, Politikprofessor an der Freien Universität Berlin

Mit einem Grußwort wird Giuliano Giuliani das Berliner Sozialforum eröffnen. Er ist der Vater des 2001 bei Protesten gegen den G8-Gipfel in Genua erschossenen Carlo Giuliani.