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Unabhängige Sozialberatung

Beratungszeiten:
Dienstag: 16.00 - 18.00 Uhr
Donnerstag: 11.00 - 13.00 Uhr

 

Archiv - September 2007

 
Mittwoch 26.09.07, 14:12 Uhr
Termin: 30.10.07 - 19:30 Uhr
Infoveranstaltung

Gisela Notz: Warum Armut (oft) weiblich ist

Armut nimmt in Deutschland weiter zu und betrifft in erster Linie Alleinerziehende, kinderreiche Familien und Erwerbslose. Frauen sind unter diesen Gruppen überproportional anzutreffen, und sie sind es, die meist mit dem wenigen Geld wirtschaften müssen.
Hinter den statistischen Zahlen über das Ausmaß der Armut stehen viele Einzelschicksale. Die Diskriminierung von Frauen beginnt früh und endet im Alter nicht. Der gegenwärtige Abbau von sozialen Leistungen trifft Frauen in Ost und West besonders hart.
Die Verknappung von existenzsichernden Arbeitsplätzen und die Tatsache, dass Arbeitsmarkt-, Familien- und Sozialpolitik an einem Familienmodell orientiert sind, das für Männer die »Haupternährerrolle« und für Frauen die Rolle der »Zuverdienerin« vorsieht, verdrängt Frauen aus dem regulären Arbeitsmarkt in prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Egal, wie Frauen leben: Von der Möglichkeit, sich eigenständig zu ernähren, sind viele ausgeschlossen. 70% der Armen sind Frauen — weltweit.
Dr. Gisela Notz, Sozialwissenschaftlerin, war von 1979 bis Mai 2007 wissenschaftliche Referentin in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn und lehrte an verschiedenen Universitäten mit folgenden Arbeitsschwerpunkten: Forschungsprojekte zu verschiedenen Formen von bezahlt und unbezahlt geleisteter (Frauen)arbeit, zur beruflichen und politischen Bildung, zur Alternativen Ökonomie, zur historischen Frauenforschung. Sie ist jetzt freiberuflich tätig.
Bahnhof Langendreer, Raum 6

Mittwoch 26.09.07, 14:08 Uhr
Termin: 15.10.07 - 19:30 Uhr
Infoveranstaltung

Paul Schäfer: Rüstung und Rüstungsexport in Deutschland

Analysen des Weißbuchs der Bundeswehr

Das Bochumer Friedensplenum setzt seine Veranstaltungsreihe über die inhaltlichen Positionsbestimmungen im Weißbuch der Bundesregierung mit einem Vortrag von Paul Schäfer, MdB der Linksfraktion, zum Thema Rüstung und Rüstungsexport fort.
Im Weißbuch wird formuliert: “Eine moderne Bundeswehr erfordert eine leistungs- und zukunftsfähige rüstungswirtschaftliche Basis.[…] Nur Nationen mit einer leistungsfähigen Rüstungsindustrie haben ein entsprechendes Gewicht bei Bündnisentscheidungen. […] Politik und Industrie müssen gemeinsam die strategische Positionierung der deutschen Wehrtechnik in Europa festlegen. […] Unter Anwendung des vorhandenen Kontrollinstrumentariums unterstützt die Bundesregierung die Exportbemühungen deutscher wehrtechnischer Unternehmen, um eine ausreichende Auslastung der Kapazitäten zu fördern.”
In der Praxis sieht es so aus, dass der Rüstungsetat im aktuell diskutierten Bundestagshaushalt um circa 920 Millionen Euro erhöht werden soll. Die vertraglichen Verpflichtungen der Bundesregierung für Rüstungsbeschaffungsmaßnahmen in den nächsten Jahren (Verpflichtungsermächtigungen) belaufen sich derzeit auf 51 Milliarden Euro. So viel muss also schon allein ausgegeben werden, wenn kein einziger zusätzlicher Rüstungsbeschaffungsauftrag mehr vergeben wird.
Im Bereich Rüstungsexport hat sich zwischen 1997 und 2005 der Wert der ausgeführten Rüstungsgüter verdoppelt. Allein im Jahr 2005 stieg er gegenüber dem Vorjahr um 44 Prozent.
Auf der Veranstaltung soll schließlich thematisiert werden, welche Informationen über Rüstungsproduktionen und -exporteure in Bochum und im übrigen Ruhrgebiet vorliegen.
Paul Schäfer (MdB) ist verteidigungspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Mitglied im Verteidigungsausschuss und im Unterausschuss Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung
Eine Veranstaltung des Bochumer Friedensplenums
Bahnhof Langendreer, studio 108

Mittwoch 26.09.07, 14:00 Uhr
Termin: 09.10.07 - 19:30 Uhr
Infoveranstaltung

Strategien gegen Armutslöhne

Claus Schäfer: Working poor

Der Niedriglohnsektor umfasst auch in Westdeutschland neben den meisten prekär Beschäftigten selbst viele Millionen Vollzeitbeschäftigte.
Darunter befinden sich in erheblichem Ausmaß Effektivlöhne unter der Lohnschwelle für Armut trotz Vollzeitarbeit (working poor). Tarifliche Regulierungen können Niedriglöhne und besonders Armutslöhne offenbar nur beschränkt verhindern. Im Gegenteil: Es wird befürchtet, dass durch die Reformen der sozialen Sicherungssysteme und die Ausweitung der Niedriglohnsegmente auf dem Arbeitsmarkt die Zahl der working poor in Zukunft erheblich ansteigt.
Dr. rer.pol. Claus Schäfer ist Volkswirtschaftler und arbeitet als wissenschaftlicher Referent im Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in Düsseldorf. Er veröffentlichte 2006 zusammen mir Reinhard Bispinck und Thorsten Schulten „Mindestlöhne in Europa“.
bahnhof-langendreer, Raum 6

Mittwoch 26.09.07, 13:53 Uhr
Termin: 26.09.07 - 19:30 Uhr
Infoveranstaltung

Agrotreibstoffe und Agrobuisiness am Beispiel Brasiliens

Alles Bio - oder was?

Thomas Schmidt von den Amig@s des „Movimento Sem Terra“ (Landlosenbewegung) über die Zusammenhänge von sog. Biodiesel & Agrobuisiness, Energie & Ernährung, Anbau von nachwachsenden Rohstoffen und Landvertreibung.
Wem gehört das Land? Diese Frage hat die ganze Geschichte Brasiliens geprägt und stellt sich in den letzten Jahren neu und mit neuer Schärfe. Die jahrelange Exportorientierung der brasilianischen Landwirtschaft hat sich durch die Produktion von Äthanol und Agrardiesel noch deutlich zugespitzt. Erneut werden wie schon in den 70er Jahren riesige Flächen mit Zuckerrohr bepflanzt und alte Zuckerrohrfabriken reaktiviert. Diesen Monokulturen fällt auch der Regenwald zum Opfer. (Näheres)
Eine Veranstaltung des AK Lateinamerika
bahnhof-langendreer, Raum 6

Sonntag 16.09.07, 08:31 Uhr
Termin: 18.09.07 - 19:00 Uhr

G8-Plenum Bochum

Am Dienstag, den 18. September, trifft sich das G8-Plenum um 19.00 Uhr im Sozialen Zentrum.

Samstag 08.09.07, 22:00 Uhr
Termin: 11.09.07 - 19:30 Uhr
Initiative Stop1984

Vorratsdatenspeicherung - Hintergründe, Kritik und wie Menschen sich dagegen wehren können

Vortrag mit Bettina Winsemann (”Twister”) / Initiative Stop1984 (www.stop1984.com)

Nach Plänen von CDU, CSU und SPD soll ab 2008 nachvollziehbar werden, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS soll auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten werden.
Anonymisierungsdienste sollen verboten werden. Mit Hilfe der über die gesamte Bevölkerung gespeicherten Daten können Bewegungsprofile erstellt, geschäftliche Kontakte rekonstruiert und Freundschaftsbeziehungen identifiziert werden. Auch Rückschlüsse auf den Inhalt der Kommunikation, auf persönliche Interessen und die Lebenssituation der Kommunizierenden werden möglich. Zugriff auf die Daten sollen Polizei, Staatsanwaltschaft, Nachrichtendienste und ausländische Staaten erhalten, die sich davon eine verbesserte Strafverfolgung versprechen.
Derzeit dürfen Telekommunikationsanbieter nur die zur Abrechnung erforderlichen Verbindungsdaten speichern. Dazu gehören Standortdaten und Email-Verbindungsdaten nicht. Der Kunde kann verlangen, dass Abrechnungsdaten mit Rechnungsversand gelöscht werden.
Bettina Winsemann von der Initiatve Stop1984 wird über die Hintergründe, Folgen sowie die Möglichkeiten sich gegen die Datenspeicherung zu schützen informieren.
Dienstag, 11.9. 19.30 Uhr
Soziales Zentrum Bochum
Referent/innen: Bettina Winsemann (”Twister”) / Initiative Stop1984 (www.stop1984.com)
N.N.(labor Bochum)