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Dienstag 15.01.08, 13:12 Uhr
Freitag, 15. Februar 2008 um 20:00 Uhr

»White Terror«

Dokumentarfilm von Daniel Schweize, 2005

Videovorführung und Diskussion: Soziales Zentrum, Rottstr. 31
Das Bochumer Sozialforum zeigt im Rahmen des Begleitprogramms zum Zug der Erinnerung den Film »White Terror«.
Zum Hintergrund: In den vergangenen fünf Jahren hat sich die rechtsextreme Bewegung stark verändert: Die Veteranen sind verschwunden und an ihrer Stelle sind vor allem in den Vereinigten Staaten, Europa und Russland neue Vordenker aufgetaucht, die sich nicht zwangsweise auch ihre Köpfe kahl rasieren.
Sie haben alte Symbole durch neue ersetzt und organisieren sich über selber gegründete Vertriebe, Musikclubs, Magazine, eigene Verlage und das Internet. Im Zug der Globalisierung fallen einst klar definierte Grenzen. In unserer Zeit der schnellen Kommunikationswege mussten die USA und Schweden bestürzt zur Kenntnis nehmen, dass ihre Jugend zunehmend der Verführung rassistisch motivierter Gewalt erliegt. Für die Vertreter der jüngeren Generation ist Geschichte lediglich virtuelle Vergangenheit, in welcher Tatsachen und Fälschungen schlecht oder gar nicht getrennt werden können.
Der Genfer Regisseur Daniel Schweizer untersucht in seinem Film «White Terror», wie rechtsextreme Propaganda in der globalisierten Welt an den Mann gebracht wird. Den Ausgangspunkt seiner filmischen Recherche bildet ein schwedisches Neonazi-Propagandavideo. Darauf ist zu sehen, wie sich schwedische Skinheads, religiöse Eiferer und White-Power-Aktivisten aus den USA und russische Neonazis in brüderlicher Eintracht üben. Daniel Schweizer macht sich auf, die Propagandisten des Hasses aufzustöbern. Seine Suche führt ihn von der südschwedischen Stadt Helsingborg über Dallas bis nach Moskau.
»Zum ersten Mal steht man einer neuen, internationalen Generation von Rassisten gegenüber«, sagt der Dokumentarfilmer Daniel Schweizer: »Ihre Hautfarbe ist ihre Religion. Die Unterschiede von früher sind verschwunden. Sie haben sich vereinigt unter einem einzigen Slogan.« “Weiß” ist die Losung. “White Power” bedeutet: weltweit solidarisch, weltweit bereit. »Die extreme Rechte ist nicht mehr isoliert wie früher«, sagt der Dokumentarfilmer. »Der französische Front National, der im Europaparlament sitzt, der besucht schon mal russische Neonazis und zögert nicht, zu sagen: Du bist die Zukunft der christlichen Welt. Heute flirten etablierte rechte Parteien mit den rechten Radikalen.«
Der “film-dienst” schreibt: “Ein informativer Dokumentarfilm über neue Verbreitungswege und Strukturen rechtsradikaler Organisationen, die als internationale Netzwerke operieren und sich neuester Kommunikationsformen bedienen. Der unkommentierte Film setzt auf das Selbstentlarvungspotenzial zahlreicher, teils schockierender Aussagen überzeugter Rassisten.”