Bochumer Sozialforum - http://www.sozialforum-bochum.de
Das Ruhrgebiet ist ein reges Spielfeld für den Ausverkauf von Wohn- und Lebensräumen an Finanzinvestoren. In den letzten Jahren ist der Großteil ehemaliger Werkswohnungen an Private Equity Funds oder lokale Weiterverwerter verkauft worden. Auch Anteile und Wohnungen von kommunalen Wohnungsunternehmen werden verkauft. Die
Privatisierungsmaßnahmen der letzten Jahre haben für viele Mieter schon unmittelbar zu Unsicherheiten, zu Verdrängung, Angstkäufen, Mieterhöhungen und zerstörten Nachbarschaften geführt.
In vielen Ländern der Erde ist die Wohnsituation für Arme und Normalverdiener noch viel dramatischer. 1 Mrd. Menschen leben unter unwürdigsten Bedingungen in “Slums” und täglich werden es mehr. Für sportliche Großereignisse, große Entwicklungsprojekte und urbane Investitionen finden im großen Stil Vertreibungen statt (z.B. China und London wg. Olympia, Südafrika wg. Fußball-WM 2010, Indien,
Pakistan, Indonesien… ). Auch deutsche Unternehmen verdienen international kräftig mit: In den USA ist die Deutsche Bank Anteilseigner eines Real Investment Trusts (REIT), der für rücksichtslose Privatisierungen und Vertreibungen bekannt ist.
Worin bestehen Gemeinsamkeiten der sozialen Bewegungen, die auf der ganzen Welt für das Recht auf Wohnen, Land und soziale Städte kämpfen?
Moderation: Ralf Bindel
Referentin: Knut Unger
Veranstaltungsort VHS im BVZ, Raum 1012
Druckversion von "Das Recht auf Wohnen und neoliberale Globalisierung"
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