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Unabhängige Sozialberatung

Beratungszeiten:
Dienstag: 16.00 - 18.00 Uhr
Donnerstag: 11.00 - 13.00 Uhr

 

Archiv - Februar 2009

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Sonntag 22.02.09, 16:10 Uhr
Termin: 23.02.09 - 19:00 Uhr

Terminänderung: Februar-Plenum des Bochumer Sozialforums auf Montag, den 2. März 2009, verlegt!!!

Das heutige monatliche Plenum des Bochumer Sozialforums haben wir auf Montag, den 2. März 2009 verlegt. Näheres.

Sonntag 22.02.09, 15:21 Uhr
Termin: 02.03.09 - 19:00 Uhr

Änderung: Februar-Plenum des Bochumer Sozialforums am 2. März 2009

Das Februar-Plenum des Bochumer Sozialforums haben wir auf Montag, den 2. März 2009 verlegt.
Grund für die Verschiebung ist nicht nur der “Rosenmontag”:) Vor allem möchten wir unsere Workshop-Tagung “Kapitalismus in der Sackgasse” vom 27./28. Februar auswerten. Schwerpunkt: Was kann man/frau machen? Wie kann der Protest und ein Widerstand gegen die herrschende Politik der “Krisenbewältigung” aussehen bzw. organisiert werden?
Aktuell sind bereits bundesweite Krisendemos am 28. März in Berlin und Frankfurt/Main geplant.
Der ver.di Bezirk Bochum-Herne unterstützt die Kundgebung in Frankfurt und organisiert die Anreise mit Bussen.
Mehr Infos: Wir zahlen nicht für eure Krise!

Das Plenum ist - wie immer - offen für neue Aktive und Interessierte! Weitere Diskussionspunkte können natürlich wie üblich ins Plenum eingebracht werden.
Wir treffen uns um 19:00 Uhr in den neuen Räumen des Sozialen Zentrums (SZ) in der Josephstraße 2 (Wegbeschreibung auf der Webseite des SZ).

Sonntag 22.02.09, 14:33 Uhr
Termin: 28.03.09 - 12:00 Uhr
28. März: Bundesweiter Aktionstag zum Welt-Finanz-Gipfel (G20), im Rahmen der globalen Aktionswoche gegen Krise und Krieg

Wir zahlen nicht für eure Krise!
28. März: Bochum fährt nach Frankfurt!

ver.di Bezirk Bochum-Herne unterstützt Kundgebung in Frankfurt und organisiert Anreise mit Bussen

Wir zahlen nicht für eure Krise!Der Kapitalismus steckt in seiner schlimmsten Krise seit 1929. Sie hat verschiedene Gesichter: die Beschleunigung des Klimawandels, Kriege um den Zugang zu Rohstoffen, Hungerrevolten, Finanzmarkt-Crash und Rezession. Ausgehend von den Industrieländern wird auch der globale Süden hart getroffen: noch weniger Mittel für Klimaschutz und Entwicklung, noch härtere Konkurrenz um Märkte und Profit. Millionen Menschen verlieren ihre Arbeit, ihre Wohnungen und ihre Lebensperspektiven. In einem breiten Bündnis rufen zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen zu Demonstrationen am 28. März auf. Wenige Tage später wird in London das G20-Treffen stattfinden, bei dem sich die 20 größten Wirtschaftsmächte darüber verständigen wollen, wie sie dieses krisenstrotzende Weltmarktsystem bewahren können. Unsere Demos bilden den Auftakt zu einem Protestjahr für den schon lange fälligen sozialen, ökologischen und demokratischen Umbau. Vollständiger Aufruf.

Der ver.di Bezirk Bochum-Herne begrüßt, dass sich ein breites Bündnis von Gewerkschaften, attac, Parteien, Kirchen und Verbänden zur Vorbereitung von Demonstrationen gegen die Wirtschaft- und Finanzkrise am 28. März 2009 in Berlin und Frankfurt/Main gebildet hat:

  • »Wir rufen daher zur Teilnahme an der Kundgebung in Frankfurt am Main aus Anlass des G20 Gipfels in London auf.
    Treffpunkt in FFM: 12.00 Uhr Hauptbahnhof und Bockenheimer Warte;
    15.00 Uhr Abschlußkundgebung Römerberg.
  • 12 Euro kostet die Busfahrt. Ver.di Mitglieder fahren kostenlos mit Bussen dorthin.
  • Abfahrt Bus Bochum: 07.30 Uhr, ver.di Bezirk Universitätsstr. 76, Rückfahrt gegen 17.00 Uhr.
  • Bitte melde Dich aus organisatorischen Gründen bereits jetzt verbindlich mit Telefonnummer unter dagmar.strathmann[at]verdi.de (Fon 0234.96408-73) an.
  • Mehrere ver.di-Bezirke haben ebenfalls ihre Teilnahme beschlossen.«
  • Bochumer Aufruf von ver.di zur Demo am 28.03. in Frankfurt am Main (PDF, 150 kB): “Wir bezahlen eure Krise nicht”

Der Protest geht weiter:

  • Am 1. Mai bei den Kundgebungen und Maidemonstrationen
  • Am 16. Mai bundesweite Demonstration des EGB/DGB in Berlin
  • Vom 15. bis 19. Juni: in der bundesweiten Aktionswoche Bildungsstreik
  • Krise und Krieg: Über eine Billion Euro werden weltweit für Rüstung vergeudet - zwei Drittel davon in den NATO-Ländern. Und: die kapitalistische Krise erhöht die Gefahr, dass Kriege geführt werden. Deshalb demonstrieren wir am 3. und 4. April beim NATO-Jubiläum in Straßburg/Baden-Baden gegen Krise und Krieg.
Sonntag 22.02.09, 13:35 Uhr

1975/2009: »Die Bosse stöhnen - wir sollen löhnen«

Transparent aus der Opel-Betriebsversammlung 1975Das Bochumer Sozialforum hat gestern mit einer Straßenaktion auf seine Tagung am kommenden Wochenende aufmerksam gemacht. Unter dem Motto “Kapitalismus in der Sackgasse - eine andere Welt ist möglich” findet am 27. und 28. Februar eine Workshop-Tagung im Bahnhof Langendreer statt. Eyecatcher der heutigen Aktion war ein Transparent, das der ehemalige Opelbetriebsrat Wolfgang Schaumberg mitgebracht hatte. Mit diesem Stoff war er 1975 in die Opel-Betriebsversammlung gezogen: “Die Bosse stöhnen - wir sollen löhnen”. Auch damals ging es um Krise und Kurzarbeit.
Der aktuelle Text des Flugblattes des Bochumer Sozialforums:
Flugblatt»Von Woche zu Woche überschlagen sich die Schreckensmeldungen. Was jetzt losbricht, ist in der Tat in den letzten Jahrzehnten ohne Beispiel. Das internationale Bankensystem ist praktisch insolvent. Die Kaufkraft fällt. Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Armut schnellen nach oben. Zwei Mio. Arbeitsplätze wurden in den USA allein in den letzten vier Monaten vernichtet. Mit dem Wegfall von weiteren 3-5 Mio. Arbeits-plätzen wird für 2009 gerechnet. Auch in Deutschland beginnt die Krise, zum eiskalten Jobkiller zu werden. Und auch hier gibt es dank Agenda 2010 fast keine soziale Absicherung mehr nach unten.
Für dieses Desaster gibt es zwar überhaupt keine plausible Erklärung aus der herrschenden Politik und der „Wirtschaft“. Aber sie wussten sofort, was angeblich zu tun sei: Für Banken und Konzerne müssten schlagartig unvorstellbare Milliardensummen aus Steuergeldern lockergemacht werden.
Gestern war es noch der freie Markt, der den Oberen Zehntausend Einkommen und Vermögen zuschaufelte. Heute brauchen sie unbedingt den Staat, um die Ausbeute jener flotten Jahre nicht wieder zu verlieren.
Unglaublich: derselbe Staat, der nach wie vor verbissen mit jedem
ALG II–Bezieher um 10 Euro feilscht, verteilt das Geld eimerweise, sobald es um Summen oberhalb der Milliardenschwelle und um die „richtigen“ Empfänger geht. (weiterlesen)

Freitag 20.02.09, 22:30 Uhr
Termin: 21.02.09 - 12:00 Uhr
Der Kapitalismus in der Sackgasse - eine andere Welt ist nötig
12:00- 14:30 Uhr - AktionInfoStand:

»Mal anders über die Krise reden!«

Kortumstraße vor Saturn

Am Samstag, dem 21. 2., macht das Bochumer Sozialforum von 12.00 Uhr bis 14.30 Uhr mit Aktionen auf der Kortumstraße in Höhe des Husemannplatzes auf seine Workshoptagung am 27. und 28. Februar im Bahnhof Langendreer aufmerksam. Das Sozialforum verteilt Bürgschaften für zwei Millionen Opel-Corsa, 10.000 Windräder und eine halbe Millionen Fertighäuser. Die knallhart kalkulierten Wertpapiere sind Garantieanleihen auf die bisherigen staatlichen Rettungspakete. Mit diesen Anteilsscheinen werden die Bürgerinnen und Bürger an den seit Jahrzehnten wichtigsten politischen Entscheidungen in Deutschland beteiligt – nämlich an der Frage nach dem Umgang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise.
In einem Streitgespräch wird außerdem ein fast authentischer Opelmanager die Politik des Autokonzerns in einer Reihe von Streitgesprächen vertreten. Wolfgang Schaumberg, langjähriger Betriebsrat bei Opel in Bochum, wird gegenüber verschiedenen DiskussionspartnerInnen die Argumente wiederholen, die er jahrelang von der Konzernspitze gehört hat.
Mit der Aktion macht das Sozialforum auf eine Workshoptagung am letzten Februar-Wochenende im Bahnhof Langendreer aufmerksam. Hier wird u. a. mit Prof. Rainer Roth und Werner Rügemer über die Ursachen der aktuellen Krise, die Auswirkungen auf die Kommunalpolitik und über Alternativen und Utopien diskutiert. Ein Arbeitskreis wird sich mit der Situation bei General Motors und Opel beschäftigen und welche Möglichkeiten die Beschäftigten haben, aktiv in die Geschehnisse einzugreifen. Das Flugblatt zur Aktion.

Dienstag 17.02.09, 14:17 Uhr
Termin: 28.02.09 - 14:00 Uhr

Workshop4: “Spekulation und Utopie”

Das herrschende Elend und die Ansatzpunkte für eine wünschbare “andere Welt” und ihre mögliche Wirtschaftsordnung
(AG des “Roten Salon”)

“Wir wollen eine neue Wirtschaftsordnung!” Wer das fordert? Unsere Bundes-CDU tut es und Angela Merkel hat sie uns schon fest versprochen.
Der Workshop nimmt die Kanzlerin beim Wort und will die Möglichkeiten klären. Gibt es weitere linke Antworten außer dem alten Ladenhüter “Planwirtschaft” und dem aktuellen 1960er Retro Trend, der “Regulation über nationalstaatliche Behörden”? Muss man andere Probleme wie die Umweltfrage tatsächlich erst mal ausklammern?
Ein thematisch breit angelegter Input und einige utopische Thesen sollen eine Diskussion anregen, die viel zu selten offen geführt wird. Dabei soll sich zeigen, dass ein bißchen utopische Spekulation sogar der Analyse gut tut. Denn keine WirtschaftsexpertIn kommt ohne eine Vorstellung davon aus, was für eine Welt eigentlich möglich wäre. Beim Thema “Finanzkrise” kann man das gut beobachten: Wer sich ökonomische Koordination nur über Märkte vorstellen kann, sieht die Ursache primär bei Transparenzproblemen und Missmanagement. Wer hingegen den Staat hoch hält, sieht einen Mangel an Regulierung als Auslöser der Krise. In jeder der üblichen Deutungen zur Finanzkrise ist bereits vorab enthalten, wie man sich die Möglichkeiten ökonomischer Koordination ausmalt.
Wie kann dem gegenüber eine grundsätzlich kritische Analyse der Finanzkrise aussehen? Soll sie vorführen, dass alle Probleme bereits in “dem Kapitalismus” angelegt wären und damit sowieso unausweichlich und unabänderlich sind?
Der Workshop versucht einen anderen Weg, wofür ihr eure Ideen und Wünsche bezüglich der “neuen Wirtschaftsordnung” in die Diskussion einbringen müsst.
Textempfehlung zum Workshop: »Geld gibt es nicht« - Die Bankenkrise als Anlass, sich endlich für eine mehrdimensional koordinierte Gesellschaft einzusetzen.

Dienstag 17.02.09, 14:03 Uhr
Termin: 28.02.09 - 14:00 Uhr

Workshop3: Neoliberale Kommunalpolitik,
Privatisierung von grundlegenden Strukturen
der Daseinsfürsorge im “Konzern Stadt”

Werner RügemerFolgen und Gegenbewegung
mit Werner Rügemer

Der Sturz der Regierung Allende in Chile und das folgende, von den Chikago-Boys konzipierte neoliberale Wirtschaftsmodell der Pinochet-Diktatur bildeten 1973 den Startpunkt einer neuen ideologischen Epoche. Der Kapitalismus kehrte zu seinen brutalen Ursprüngen zurück. Thatcher, Reagan, Blair und Schröder wurden zu Wegbereitern dieses neoliberalen Wirtschaftsmodells. Der Staat hatte angeblich ausgedient. Die Privatisierung auch der grundlegenden Elemente der Daseinsvorsorge wurde forciert: Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung, Schulen, Krankenhäuser, öffentlicher Nah- und Fernverkehr. Selbst wesentliche Strukturen der Kommunalpolitik wurden der öffentlichen Kontrolle entzogen und dem Marktgeschehen, d.h. der Logik des Profites unterworfen.

Das offenkundige Scheitern des Neoliberalismus stellt uns jetzt vor die Frage, hat der Neoliberalismus zu schwer revidierbaren Ausverkäufen öffentlicher Güter geführt? Lässt sich die Entwicklung im Rahmen des herrschenden Systems überhaupt noch korrigieren?

Werner Rügemer ist Journalist und hat wie kein zweiter die Privatisierung von Anfang an verfolgt und vor ihren Folgen gewarnt.

Dienstag 17.02.09, 13:53 Uhr
Termin: 28.02.09 - 10:30 Uhr

Workshop2: “Verteidigung und Attacke”

OpelKrisenreaktionen aus den Betrieben, insbesondere der Autoindustrie.
Die offiziellen Antworten der Gewerkschaften und die Analysen und Vorschläge der kapitalismuskritischen Betriebsgruppen.
Einleitung: Wolfgang Schaumberg

  1. Warum für die Krise der “Realwirtschaft” die der Autoindustrie bestimmend ist
  2. Offizielle Krisenreaktion der Gewerkschaft und Betriebsräte, z.B. der IGM-Chef Huber: “Die Regierungen der Industrienationen haben den wirtschaftlichen Zusammenbruch mit ihren Rettungspaketen verhindert. Damit haben sie bewiesen: Politik ist handlungsfähig.” Betriebsräte lenken die Hoffnung ebenso auf staatliche Hilfe für die Autohersteller…
  3. Wie reagieren bisher kapitalismuskritische Linke, insbesondere Aktive aus den Betrieben? Vorstellung und Diskussion der provokativsten Vorschläge, die derzeit Karlheinz Roth veröffentlicht: “Zur dringlich gewordenen Rückkehr der Linken in die alltäglichen Realitäten der Arbeiterklasse gibt es keine Alternative…”
Dienstag 17.02.09, 10:10 Uhr
Termin: 28.02.09 - 10:30 Uhr

Workshop1: Kapital, Kredit, Krise - Ursachen, Folgen, Gegenwehr

Über den Zusammenhang von Finanzmarktkrise und die Krise des produktiven Kapitals, deren bedrohliche Dynamik und die Perspektiven des Widerstands
mit Robert Schlosser u. Reinhard Wegener

Egal, welche Wirtschaftspolitik betrieben wird - orientiert am Keynesianismus oder am Neoliberalismus - die kapitalistische Produktionsweise, das System der Lohnarbeit, produziert eine Dynamik sich verschärfender Wirtschaftskrisen mit verheerenden sozialen Konsequenzen!

Die Weltwirtschaftskrise von 1974/75 markierte das Ende der am Keynesianismus orientierten Wirtschaftspolitik. Die seit 2008 sich entwickelnde Weltwirtschaftschaftkrise zeigt den offensichtlichen Bankrott neoliberaler Ideologie. Schon jetzt flüchtet die bürgerliche Politik in ein “Defizit-Spending” riesigen Ausmaßes, um die gesellschaftliche Produktion für private Interessen der Bereicherung vor dem Kollaps zu bewahren.

In den sich verschärfenden ökonomischen Krisen des Kapitals kommt folgendes zum Ausdruck:
Die Produktivkraft der gesellschaftlichen Arbeit ist zu groß geworden für den bornierten Zweck der Verwertung von Wert; oder anders ausgedrückt: für den bornierten Zweck der Vermehrung privater Reichtümer, von Familien wie Quandt und Konsorten! Mit der aktuellen Entwicklung stellt sich nicht nur die Frage, wie die Finanzkrise grundsätzlich mit den Widersprüchen der Kapitalverwertung zusammenhängt, sondern auch, wie und unter welchen Forderungen möglichst breiter Widerstand gegen die sozialen Folgen der ökonomischen Krise entwickelt werden kann. Damit stellt sich zugleich auch die “Systemfrage”! Es kommt darauf an, gesellschaftliche Alternativen jenseits des Kapitals offensiv zu diskutieren:

  • mögliche Formen des Gemeineigentums (Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln),
  • mögliche Formen einer demokratischen Wirtschaftsplanung (jenseits von Markt und diktatorischer Planungsbürokratie).
Montag 16.02.09, 18:12 Uhr
Termin: 27.02.09 - 19:30 Uhr
bahnhof langendreer - Halle
Eröffnungsreferat und Diskussion:

Auftakt mit Rainer Roth:
“Die Finanz und Wirtschaftskrise – Krise des Kapitalismus”

Ursachen und Folgen der aktuellen Krisenentwicklung - Bedrohung und Chance

Rainer RothVon Woche zu Woche überschlagen sich die Schreckensnachrichten. Die “plötzliche” Wirtschaftskrise als angebliche Folge einer irgendwie in den USA entstandenen Finanzkrise müsse jetzt als nationale Aufgabe angepackt werden. Es gibt zwar keine plausible Diagnose von Seiten der Mainstream-Ökonomie, von der Konzernpresse oder gar von der Bundesregierung. Aber die Therapie ist sofort klar: Damit schon im nächsten Jahr(!) alles besser wird, werden schlagartig unvorstellbare Milliardensummen für Banken und Konzerne locker gemacht. Für das gemeine Volk gibt es auch ein paar Peanuts, damit es auf der Stelle in einen Konsumrausch verfalle. Gleichzeitig wird ihm angekündigt, dass es demnächst die Zeche in Form von “Haushaltskonsolidierung” zu bezahlen habe.

Aber niemand soll auf den Gedanken kommen, dass diese fundamentale Finanz- und Wirtschaftskrise System hat und dass es ohne eine Kapitalvernichtung im historischen Ausmaß nicht abgehen wird, damit der Profitmechanismus sich für die Profiteure wieder lohnt.

Jedoch genau diesen Zusammenhang möchten wir herstellen: Eine Verständigung über Ursachen und Folgen der Krise, über Kritik der herrschenden Politik und der herrschenden gesellschaftlichen Verfasstheit, und eine Verständigung über die notwendigen emanzipatorischen Schritte aus der menschenverachtenden Kapitallogik.

Rainer Roth war bis zu seiner Pensionierung Professor für Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Armut und Sozialhilfe an der Fachhochschule Frankfurt. Er veröffentlichte zuletzt den Vortrag “Finanz- und Wirtschaftskrise - Krise des Kapitalismus” bei klartext e.V.

Am Samstag wird die Tagung um 10.30 Uhr mit zwei mal zwei parallel tagenden Arbeitsgruppen fortgesetzt.

Freitag 06.02.09, 13:38 Uhr

Agenda 21-Beirat empfiehlt Einführung eines Sozialtickets in Bochum

In seiner Sitzung am 4. Februar 2009 hat der Beirat der Bochum-Agenda 21 einstimmig beschlossen, die von einem breiten Bündnis getragene Forderung nach der Einführung eines Sozialticket zu unterstützen.

Pressemitteilung: »Die Zahl der von Armut betroffenen Menschen in Bochum nimmt immer mehr zu. So waren nach Angaben der ARGE allein 2007 rund 38.600 Menschen auf deren Leistungen angewiesen. Tausende weitere sind von Armut betroffen, weil die Rente oder der Lohn kaum zum Leben reicht. “Hartz IV-Empfänger können sich Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln bei einem Regelsatz von 351 Euro schlicht nicht leisten”, sagt Michael Wenzel, Vorsitzender des Gremiums. Mit den 15 Euro, die für Mobilität pro Monat vorgesehen seien, könne man sich höchsten drei bis vier Fahrten leisten. Die von der Politik so gerne von Arbeitslosen geforderte Mobilität werde so zum puren Luxus.

Der Beirat hält ein Sozial-Ticket für dringend geboten, um das Grundrecht auf Mobilität und die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben zu sichern und beruft sich dabei auf die vom Rat einstimmig verabschiedeten Agenda-Leitlinien. Mobilität sei wichtig, wenn es darum gehe, einen Arbeitsplatz zu finden oder preisgünstig einzukaufen. Selbst Suppenküchen und Kleiderkammern seien oft nur über lange Anfahrtswege erreichbar. Beispiele wie es funktioniere zeigen Berlin, Köln und Dortmund.

Bereits 2003 engagierte sich der Agenda 21-Beirat für die Einführung eines - damals “Jobless-Ticket” genannten - deutlich vergünstigten Tickets. Die Initiative blieb zum Bedauern der Mitglieder folgenlos. Der Beirat hatte sich im Vorfeld des Beschlusses ausführlich zum aktuellen Sachstand informiert und das Thema aufgrund seiner Wichtigkeit und mit Ziel eines Beschlusses erneut auf die Tagesordnung gesetzt. (weiterlesen)

Donnerstag 05.02.09, 15:32 Uhr

Kapitalismus in der Sackgasse

mit Rainer Roth und Werner Rügemer
Die Finanz- und Konjunkturkrise - Sackgasse des Kapitalismus?
Eine andere Welt ist nötig!

Analysen
Krisenfolgen
Perspektiven
Utopien

Zusammen mit Lehman Brothers, IKB & Co ist auch die neoliberale Ideologie bankrott gegangen. Dies versuchen Parteien und Wirtschaftsverbände herunter zu spielen. Niemand will offen zugeben, wie augenfällig die neoliberale Privatisierungspolitik der letzten Jahre gescheitert ist. Und überhaupt soll verhindert werden, dass die herrschenden Besitz- und Produktionsverhältnisse in Frage gestellt werden. Statt dessen wird ein “weiter so” propagiert. Der Konsum sei zu steigern und das “Vertrauen” in die Finanzmärkte müsse zurück kommen. “Die Wirtschaft” müsse mit Milliardensummen wieder in den alten Zustand versetzt werden.

Die Tagung will dagegen aus unterschiedlichen Blickwinkeln eine Verständigung über die wirklichen Ursachen und Folgen der Krise bewerkstelligen und Schritte für eine emanzipatorische Politik diskutieren.

Freitag, 27.2., 19.30 Uhr
Auftakt mit Rainer Roth:
“Die Finanz und Wirtschaftskrise - Krise des Kapitalismus”
Ursachen und Folgen der aktuellen Krisenentwicklung - Bedrohung und Chance
Referat und Diskussion:
mit Rainer Roth (Karl Heinz Roth mußte wegen einer Erkrankung kurzfristig absagen.)

Samstag, 28.2., 10.30 - 17.00 Uhr
Tagesworkshops mit zwei mal zwei parallel tagenden Arbeitsgruppen zu den Themen:

10.30 Uhr

Kapital, Kredit, Krise - Ursachen, Folgen, Gegenwehr
Über den Zusammenhang von Finanzmarktkrise und die Krise des produktiven Kapitals, deren bedrohliche Dynamik und die Perspektiven des Widerstands

“Verteidigung und Attacke”
Krisenreaktionen aus den Betrieben, insbesondere der Autoindustrie
Die offiziellen Antworten der Gewerkschaften und die Analysen und Vorschläge der kapitalismuskritischen Betriebsgruppen

Mittagspause ist zwischen 13.00 und 14.00 Uhr.

14.00 Uhr

Neoliberale Kommunalpolitik
Privatisierung von grundlegenden Strukturen der Daseinsfürsorge im “Konzern Stadt”

Folgen und Gegenbewegung
mit dem Privatisierungskritiker Werner Rügemer

“Spekulation und Utopie”
Das herrschende Elend und die Ansatzpunkte für eine wünschbare “andere Welt” und ihre mögliche Wirtschaftsordnung (AG des “Roten Salon”)

ab 17.00 Uhr
Gespräche,
Zusammensitzen,
Verabredungen zu Protesten und Widerstand
Café im Kino und Raum 6

 
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