Analysen
Krisenfolgen
Perspektiven
Utopien

mit Rainer Roth
und Werner Rügemer

Bochumer Sozialforum
Bahnhof Langendreer

Workshop-Tagung des Bochumer Sozialforums:

Fr 27. und Sa 28. Februar im Bahnhof Langendreer
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Dienstag 17.02.09, 10:10 Uhr
Samstag, 28. Februar 2009 um 10:30 Uhr

Workshop1: Kapital, Kredit, Krise - Ursachen, Folgen, Gegenwehr

Über den Zusammenhang von Finanzmarktkrise und die Krise des produktiven Kapitals, deren bedrohliche Dynamik und die Perspektiven des Widerstands
mit Robert Schlosser u. Reinhard Wegener

Egal, welche Wirtschaftspolitik betrieben wird - orientiert am Keynesianismus oder am Neoliberalismus - die kapitalistische Produktionsweise, das System der Lohnarbeit, produziert eine Dynamik sich verschärfender Wirtschaftskrisen mit verheerenden sozialen Konsequenzen!

Die Weltwirtschaftskrise von 1974/75 markierte das Ende der am Keynesianismus orientierten Wirtschaftspolitik. Die seit 2008 sich entwickelnde Weltwirtschaftschaftkrise zeigt den offensichtlichen Bankrott neoliberaler Ideologie. Schon jetzt flüchtet die bürgerliche Politik in ein “Defizit-Spending” riesigen Ausmaßes, um die gesellschaftliche Produktion für private Interessen der Bereicherung vor dem Kollaps zu bewahren.

In den sich verschärfenden ökonomischen Krisen des Kapitals kommt folgendes zum Ausdruck:
Die Produktivkraft der gesellschaftlichen Arbeit ist zu groß geworden für den bornierten Zweck der Verwertung von Wert; oder anders ausgedrückt: für den bornierten Zweck der Vermehrung privater Reichtümer, von Familien wie Quandt und Konsorten! Mit der aktuellen Entwicklung stellt sich nicht nur die Frage, wie die Finanzkrise grundsätzlich mit den Widersprüchen der Kapitalverwertung zusammenhängt, sondern auch, wie und unter welchen Forderungen möglichst breiter Widerstand gegen die sozialen Folgen der ökonomischen Krise entwickelt werden kann. Damit stellt sich zugleich auch die “Systemfrage”! Es kommt darauf an, gesellschaftliche Alternativen jenseits des Kapitals offensiv zu diskutieren:

  • mögliche Formen des Gemeineigentums (Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln),
  • mögliche Formen einer demokratischen Wirtschaftsplanung (jenseits von Markt und diktatorischer Planungsbürokratie).