Analysen
Krisenfolgen
Perspektiven
Utopien

mit Rainer Roth
und Werner Rügemer

Bochumer Sozialforum
Bahnhof Langendreer

Workshop-Tagung des Bochumer Sozialforums:

Fr 27. und Sa 28. Februar im Bahnhof Langendreer
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Dienstag 17.02.09, 14:17 Uhr
Samstag, 28. Februar 2009 um 14:00 Uhr

Workshop4: “Spekulation und Utopie”

Das herrschende Elend und die Ansatzpunkte für eine wünschbare “andere Welt” und ihre mögliche Wirtschaftsordnung
(AG des “Roten Salon”)

“Wir wollen eine neue Wirtschaftsordnung!” Wer das fordert? Unsere Bundes-CDU tut es und Angela Merkel hat sie uns schon fest versprochen.
Der Workshop nimmt die Kanzlerin beim Wort und will die Möglichkeiten klären. Gibt es weitere linke Antworten außer dem alten Ladenhüter “Planwirtschaft” und dem aktuellen 1960er Retro Trend, der “Regulation über nationalstaatliche Behörden”? Muss man andere Probleme wie die Umweltfrage tatsächlich erst mal ausklammern?
Ein thematisch breit angelegter Input und einige utopische Thesen sollen eine Diskussion anregen, die viel zu selten offen geführt wird. Dabei soll sich zeigen, dass ein bißchen utopische Spekulation sogar der Analyse gut tut. Denn keine WirtschaftsexpertIn kommt ohne eine Vorstellung davon aus, was für eine Welt eigentlich möglich wäre. Beim Thema “Finanzkrise” kann man das gut beobachten: Wer sich ökonomische Koordination nur über Märkte vorstellen kann, sieht die Ursache primär bei Transparenzproblemen und Missmanagement. Wer hingegen den Staat hoch hält, sieht einen Mangel an Regulierung als Auslöser der Krise. In jeder der üblichen Deutungen zur Finanzkrise ist bereits vorab enthalten, wie man sich die Möglichkeiten ökonomischer Koordination ausmalt.
Wie kann dem gegenüber eine grundsätzlich kritische Analyse der Finanzkrise aussehen? Soll sie vorführen, dass alle Probleme bereits in “dem Kapitalismus” angelegt wären und damit sowieso unausweichlich und unabänderlich sind?
Der Workshop versucht einen anderen Weg, wofür ihr eure Ideen und Wünsche bezüglich der “neuen Wirtschaftsordnung” in die Diskussion einbringen müsst.
Textempfehlung zum Workshop: »Geld gibt es nicht« - Die Bankenkrise als Anlass, sich endlich für eine mehrdimensional koordinierte Gesellschaft einzusetzen.