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Filmfestival »ueber macht«ueber macht - bundesweites Filmfestival – Kontrolle, Regeln, Selbstbestimmung

3. - 9. September 2009 - Kinosaal
Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg
Bochum, Wittener Str. 61

alle Filme beginnen um 19:00 Uhr; zusätzlich: Sonntagsmatinee um 12:00 Uhr
Einzelkarte: 4,- Euro | ermäßigt 2,- Euro
Programmheft als PDF-Datei: hochauflösend oder kleiner
Anmeldungen für Schul- und Sondervorstellungen unter Tel: 0234 - 579 678 76
Konatkt: filmfestival@sozialforum-bochum.de
 
Dienstag 25.08.09, 15:00 Uhr   Seite drucken/Page
Donnerstag, 3. September 2009 um 19:00 Uhr
Filmfestival »ueber Macht«

Monsanto, mit Gift und Genen

[Le monde selon Monsanto] Frankreich 2007, R: Marie Monique Robin, 109 Min., Deutsche Fassung; FSK 12

MONSANTO, MIT GIFT UND GENEN | Donnerstag 03.09.2009 19:00 Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg

Genetisch veränderte Lebensmittel sind sicher. Das sagen die Hersteller-Firmen. Marie-Monique Robins brillante Recherche über den Biotechnologie-Konzern Monsanto untersucht, wie die »wissenschaftlichen Beweise« für diese Behauptung zu Stande kommen. Sie findet heraus, dass Gen-Manipulierer auch Forschungsergebnisse manipulieren. Gegenstimmen bringt Monsanto systematisch zum Verstummen. Robins Film enthüllt die Einflussnahme des Konzerns auf Politik und Kontrollbehörden bei seinem weltumspannenden Griff nach der Macht über unser Essen.
1974 brachte das Biotechnologie-Gigant Monsanto das Unkrautvernichtungsmittel »Roundup« auf den Markt und bewarb es als biologisch abbaubar. Das jedoch ist das hochgiftige Totalherbizid keineswegs, dafür steht es im Verdacht, krebserregend zu sein. Zwar ist der Hinweis auf die angebliche biologische Abbaubarkeit von den Behältern verschwunden, nachdem Gerichte in den USA und Frankreich Monsanto wegen falscher Werbung verurteilt hatten, das Gift wird allerdings in großem Maßstab weiter verwendet. In den 90er Jahren konnte Monsanto dann das passende genmanipulierte Saatgut anbieten, das gegen »Roundup« resistent ist. So wird sichergestellt, dass alle unautorisierte Natur um Monsanto-
Erzeugnisse herum vernichtet wird.
Aus den Monsanto-Pflanzen selbst wieder Saatgut zu machen, wie es seit Jahrtausenden auf der ganzen Welt üblich ist, ist streng verboten – so sorgt der Konzern dafür, dass in jeder Saison aufs neue bei ihm eingekauft werden muss und seine Profitkette nicht unterbrochen wird. Mit eigenen Fahndern wacht er darüber, dass nur ja niemand unerlaubt sein geistiges Eigentum verwendet. Da reichen auf den Feldern der wenigen Farmer in den USA, die sich Monsanto bislang noch verweigern, schon mal ein paar Sprösslinge, deren Samen der Wind vermutlich vom Gentechnik-Feld des Nachbarn herübergetrieben hat, um bedrohliche Gerichtsverfahren und saftige Lizenz-Strafzahlungen zu begründen.

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Kreisgruppe Bochum Hutzel Vollkorn-Bäckerei