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Unabhängige Sozialberatung

Beratungszeiten:
Dienstag: 16.00 - 18.00 Uhr
Donnerstag: 11.00 - 13.00 Uhr

 
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Dienstag 19.01.10, 13:19 Uhr
Montag, 25. Januar 2010 um 19:00 Uhr
Einladung

SOZIALFORUM will Zähne zeigen

Nächstes Treffen am Mo., 25.Januar, 19.00 , Soziales Zentrum

stopp02.jpgHarte Zeiten stehen bevor – da will auch das SOZIALFORUM Zähne zeigen. Ein Anfang wurde gemacht mit dem „Wiederbelebungstreffen“ Anfang Januar. Etliche langjährig Aktive fanden sich zusammen. In Erwartung rigider Einschränkungen im Sozialbereich und zunehmender Belastungen der Bevölkerung durch steigende Steuern und Sozialabgaben ist das Bedürfnis groß, die Gegenwehr zu organisieren. Erste Aktion ist die Veranstaltung „Die Auseinandersetzungen um Opel und die Alternativen der Linken…“ mit Wolfgang Schaumberg am Montag, 1. Februar, 19.00 Uhr im Sozialen Zentrum. Am Montag, 25. Januar, 19.00 Uhr findet dort auch das nächste Treffen des SOZIALFORUM statt.

Koordinierung des Widerstandes

Den Menschen in Deutschland stehen harte Zeiten bevor: die Kosten der Krise sollen ihnen auferlegt werden. Nach der NRW-Wahl wird es wohl “zur Sache” kommen. Da wäre es gut, wenn wir gut aufgestellt wären, inhaltlich wie organisatorisch, und gut vernetzt wären. Punktuelle Aktivitäten wie zum Sozialticket und zum Hartz IV- Sanktionsmoratorium werden nicht reichen. Neben der Beteiligung an überregionalen Planungen sind Konzepte gefragt, wie klar gemacht werden kann, dass Erwerbstätige und Erwerbslose, ErzieherInnen und Kinder/SchülerInnen/Studierende aus den gleichen Gründen niedergemacht werden und wie der Unmut in der Bevölkerung gebündelt werden kann.

Dazu sind weitere Veranstaltungen angedacht. Auf positive Resonanz stieß auch die Idee, für Bochum eine Koordinierung der überall zu spürenden Empörung zu organisieren. Den Menschen ist bewusst, dass die angedrohten Kürzungen der kommunalen Leistungen, Personalabbau im öffentlichen Dienst, Verschlechterungen der Sozialversicherungen und drohende Steuererhöhungen eine unmittelbare Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise sind. Die Gesamtlohnsumme ist gesunken, die Reallöhne sowieso. OPEL Bochum muss mit 2.000 Entlassungen rechnen, die gesamte Autobranche liegt darnieder, vor allem im metallverarbeitenden Bereich werden hundert Tausende Entlassungen erwartet. Für viele Jahre ist mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensbedingungen der Bevölkerung zu rechnen. Dabei ist genug für alle da – für die Bankensanierung und den Rüstungshaushalt reicht es allemal.

Erfolge des SOZIALFORUM

Das Sozialforum Bochum hat in den Jahren seit 2003 viel gute Aktionen organisiert und viele engagierte Menschen, Gruppen und Organisationen zusammengebracht. Manches war auch bundesweit beispielhaft und hat Menschen überall Ideen und Auftrieb gegeben. So wurden beispielsweise die Bochumer Aktivitäten gegen Hartz IV-Zwangsumzüge von der Bundes-Diakonie mit der Bezeichnung “best practise” ausgezeichnet. Jedes Jahr wird das Film-Festival “Über Leben” (usw.) für Bochum ausgerichtet. Die ruhrgebietsweite Kampagne für ein SOZIALTICKER bringt alle Parteien in Legitimationszwänge. Auch das Soziale Zentrum und die Unabhängige Sozialberatung haben ihre Wurzeln unter anderem im Bochumer Sozialforum.

Von anderen Betroffenenorganisationen, Gewerkschaften, Sozial- und Wohlfahrtsverbände wird kaum die nötige Konsequenz erwartet werden können.

Da tut ein guter “Stachel” gut, wie es das Sozialforum immer wieder gewesen ist.

“Sozialforum” heisst aber mehr als “AG Soziale Grundrechte”: Visionen einer lebens- und liebenswerten Welt bringen gute Kraft für anstehende Kämpfe. Auch diese “Visionskultur” soll wieder belebt und gepflegt werden - mit größtmöglicher Akzeptanz und Toleranz untereinander. Hier gibt es viel gute Ansätze in Bochum – an der Uni und in den Schulen hat sich eine gute bunte Kultur entwickelt, im Sozialen Zentrum treffen sich eine kritische Initiative zur Kulturhauptstadt „K2010“, ein sehr bunter lebendiger „KostNix-Laden“, FoodNoBombs kochen, auch attac Bochum arbeitet an der “Wiederauferstehung“. In der Bochumer Kulturszene brodelt es. Gute Voraussetzungen für einen guten Widerstand.

Wegbeschreibung zum Sozialen Zentrum, Josephstr. 2.