G8-Plenum Bochum
Gegen den Gipfel der Ungerechtigkeit

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Dienstag 22.04.08, 16:01 Uhr
Sonntag, 11. Mai 2008 um 10:00 Uhr
9. - 12. Mai 2008, Universität Dortmund (Campus Nord)

BUKO31-Kongress: Dabei sein ist alles?

Kämpfe für Selbstbestimmung und gegen globale Ausschlüsse

BUKO31-Kongress: Dabei sein ist alles?
Das komplette Programm für Freitag, Samstag, Sonntag und Montag.

Über Pfingsten treffen sich zum BUKO-Kongress vier Tage lang internationalistische Gruppen, soziale Bewegungen, UmweltaktivistInnen, Studierende, MigrantInnen und interessierte Einzelpersonen an der Dortmunder Uni. BUKO steht für Bundeskoordination Internationalismus. Dieses Jahr findet der Kongress zum 31. Mal statt, das erste Mal in seiner Geschichte ist er im Ruhrgebiet. Es werden 600 bis 1.000 Teilnehmer/innen erwartet.
Die zentralen Themen des diesjährigen BUKO sind: Arbeit und soziale Entsicherung, Migration, Energie und Klima, Krieg und die EU. Unter dem Motto “Dabei sein ist alles? Kämpfe für Selbstbestimmung und gegen globale Ausschlüsse” werden die Kongressteilnehmer/innen der Frage nachgehen, wie echte Mitbestimmung zu den genannten Themen aussieht und was getan werden kann, um diese einzufordern und durchzusetzen
Mit der Frage, was eine antirassistische und internationalistische Linke den schlechten Verhältnissen weltweit entgegensetzen kann, beschäftigt sich der BUKO auch aus historischer Perspektive: So findet am Samstagabend, den 10. Mai, um 20 Uhr, eine Diskussion zum Thema “1968 international” statt. Dabei geht es darum, in Erinnerung zu rufen, was 1968 jenseits der deutschen und französischen Universitäten passiert ist: Etwa der Prager Frühling, die Revolte in Mexiko, die Unabhängigkeit vieler Kolonien in Afrika, die Indochinakriege und die Kulturrevolution in China. Geladen sind Angelika Ebbinghaus (Stiftung Sozialgeschichte, Bremen), Peter Franke (Asienhaus), Dr. Amadou Lamine Sarr (Institut für Geschichte, Univ. Wien) und Ute Kätzel (Autorin, Historikerin, Soziologin, Berlin). Näheres.

Dienstag 15.01.08, 13:25 Uhr
Dienstag, 12. Februar 2008 um 19:30 Uhr
neueWUT III

endstation. kino: »Das war der Gipfel!«

Dokumentarfilm über die Proteste zum G 8-Gipfel in Heiligendamm.
Im Anschluss Diskussion mit dem Regisseur Martin Keßler.

Juni 2007. Ostseebad Heiligendamm. Der größte Polizeieinsatz in der Geschichte der Bundesrepublik. Über 17000 PolizistInnen, selbst die Bundeswehr, “sichern” das rituelle Gipfeltreffen der “mächtigsten Frau und Männer der Welt”, den sogenannten “Weltwirtschaftsgipfel”.
Trotzdem gelingt es circa 12000 GlobalisierungskritikerInnen immer wieder, die wichtigsten Zufahrtsstraßen zum hermetisch mit Zaun und Stacheldraht abgeriegelten Tagungsort zu blockieren. Und ihre Kritik an dem gegenwärtigen Weltwirtschaftssytem und Ihre Alternativen öffentlich zu machen. Obwohl zunächst das “Chaos von Rostock”, Politikerrufe nach Gummigeschossen und GSG 9 gegen die “Steinewerfer von Rostock”, die Schlagzeilen beherrschen.
Der Dokumentarfilm neueWUT III – DAS WAR DER GIPFEL! kann und will die Frage nach der Rolle staatlicher Undercover-Agenten bei den Protesten in Heiligendamm nicht beantworten. Auch nicht die vielen Fragen nach Verhalten und Rolle des sogenannten “schwarzen Blocks”. Aber er will die Bedeutung dieser Fragen aufzeigen.
Vor allem will der Film eine “Chronik der laufenden Ereignisse” liefern, das Geschehen während “der Tage von Rostock und Heiligendamm” nachzeichnen. Das Vorgehen der Sicherheitskräfte und der DemonstrantInnen. Und die vielen Aktionen und Veranstaltungen, in denen es um die Auswirkungen von Globalisierung und weltweiter Privatisierung auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen geht.

Der Filmemacher Martin Keßler (*1953) studierte Geschichte, Germanistik, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften in Marburg und Berlin. Seit 2001 unterrichtet Martin Keßler als Lehrbeauftragter an der Phillips-Universität Marburg.
Schwerpunkte seiner Arbeit als Filmemacher und freier Fernsehjournalist seit Mitte der 80er Jahre sind Berichte, Reportagen, Dokumentationen zu Sozial- und Wirtschaftsthemen, u.a. für ARD, ARTE, ZDF, WDR, HR.

Veranstaltet von ver.di Bochum-Herne, Bochumer Sozialforum, Mieterforum Ruhr und Bahnhof Langendreer
endstation. kino; AK: 3,- €; erm.: 2,- € - Mehr zum Film

»neueWUT III – DAS WAR DER GIPFEL!« Dokumentarfilm von Martin Keßler über die Proteste zum G 8-Gipfel in Heiligendamm»neueWUT III – DAS WAR DER GIPFEL!« Dokumentarfilm von Martin Keßler über die Proteste zum G 8-Gipfel in Heiligendamm»neueWUT III – DAS WAR DER GIPFEL!« Dokumentarfilm von Martin Keßler über die Proteste zum G 8-Gipfel in Heiligendamm
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Montag 27.08.07, 14:42 Uhr

»Guantánamo in Deutschland: Unmenschlicher Umgang mit Beschuldigten«

Im Zusammenhang mit der Festnahme von Oliver R., Axel H. und Florian L. erhebt das Bündnis für die Einstellung des § 129a-Verfahrens schwere Vorwürfe gegen das BKA:

»Beschuldigte im § 129a-Verfahren wurden bei ihrer Festnahme krankenhausreif geprügelt und wie Guantánamo-Häftlinge behandelt. Sonderhaftbedingungen in der JVA Moabit erinnern an Isolationshaft.
Am 31.07.2007 verhaftete das BKA Oliver R., Axel H. und Florian L., nachdem sie versucht haben sollen, drei Lastkraftwagen der Bundeswehr in Brand zu setzen. Wie erst jetzt bekannt wurde, kam es in diesem Zusammenhang zu schweren Übergriffen bei der Verhaftung durch das BKA. Weiterhin unterliegen die Beschuldigten extremen Haftbedingungen.

Mit dem Sack über dem Kopf auf der Straße
Wie über die Anwälte bekannt wurde, erfolgte die Verhaftung der Drei nach dem Vorbild schlechtester B-Movie-Action. Einem blitzartigen Überfall gleich wurde die Straße blockiert und das Fahrzeug abrupt zum Stehen gebracht. Dann wurden die Scheiben eingeschlagen und die Insassen durch die herausgebrochenen Fensterscheiben nach draußen gezerrt. Dabei kam es zu Schnittverletzungen an verschiedenen Körperstellen. Durch seinen Anwalt wurde bekannt, dass Florian L. angeschnallt sitzend schwer verprügelt wurde und Prellungen und Schwellungen im Gesicht und an den Rippen erlitt, die später ambulant behandelt werden mussten.
Den Verhafteten wurden Säcke über die Köpfe gezogen, alle drei wurden in dünne, weiße Plastik-Overalls gesteckt und sie mussten gefesselt über einen langen Zeitraum auf der Straße liegen. Am nächsten Tag wurden die Drei und der später festgenommene Sozialwissenschaftler Dr. Andrej H. mit großer medialer Inszenierung im Helikopter nach Karlsruhe geflogen. Oliver R. und Axel H. wurden in den zwischenzeitlich zerrissenen Anzügen dem Haftrichter in Karlsruhe vorgeführt und erst nach Beschwerden der Anwälte bekamen sie normale Kleidung.« Näheres

Kategorie aktuell > G8
Donnerstag 16.08.07, 11:39 Uhr
Montag, 20. August 2007 um 19:00 Uhr
20.8. - 2.9.07 im Bahnhof Langendreer

Fotoausstellung: Von Genua bis Heiligendamm

genua.jpgAb kommenden Montag, den 20.8. zeigt der Bahnhof Langendreer im endstation.café, Wallbaumweg 108 eine Fotoausstellung zur Geschichte der Gipfelproteste von Genua bis Heiligendamm. Die Ausstellung, die von attac Düsseldorf realisiert wurde, zeigt Bilder der Proteste gegen die Gipfeltreffen der G8 (Gruppe der 8) in Genua 2001, Evian-les-Bains 2003, Gleneagels 2005, St. Petersburg 2006 und Heiligendamm 2007. Die Fotos der Gruppe Arbeiterfotografie aus Köln und von indymedia zeigen die sehr unterschiedlichen Protestformen, die Selbstinszenierung der Macht der G 8 und die Buntheit der am Protest beteiligten Gruppen.
Täglich bis zum 2.9. im endstation.café, geöffnet montags bis samstags von 19 bis 23 Uhr und sonntags von 15 bis 23 Uhr.

Donnerstag 12.07.07, 12:20 Uhr
Solifest, Freitag, 13. Juli, 19.00 Uhr, Studio 108, Bahnhof Langendreer

“Betroffen sind wenige - Gemeint sind wir alle!”

Unter dem Motto “Betroffen sind wenige - Gemeint sind wir alle!” lädt das Bochumer G8-Plenum für Freitag, den 13. Juli um 19.00 Uhr zu einem Soli-Fest in den Bahnhof Langendreer.
»Der Gipfel in Heiligendamm ist nun schon einige Zeit vorbei. Für viele waren die Proteste gegen die G8 ein voller Erfolg, das Leben in den Camps eine tolle Erfahrung und die alternativen Veranstaltungen rund um das Treffen eine gute Gelegenheit, sich politisch auszutauschen. Doch für einige ist es nicht so einfach, das tägliche Leben wieder aufzunehmen: Hunderte sind traumatisiert von den Erfahrungen, die sie mit Polizei und Militär machen mussten. Viele haben immer noch mit körperlichen Schäden zu kämpfen, welche ihnen von der Polizei zugefügt wurden und einige Betroffene müssen in den nächsten Monaten in Gerichtsverhandlungen ihren Protest rechtfertigen.
Auch BochumerInnen sind von der Repression betroffen. Einige leiden noch immer unter den Verletzungen. Andere sind verunsichert, da ihre Personalien aufgenommen wurden und sie nicht sicher sind, ob eine Anzeige folgt. Ein Bochumer wurde in einem Schnellverfahren verurteilt und muss nun die teuren Prozesskosten für die Berufung tragen. Es gilt wie so häufig: Betroffen sind wenige - Gemeint sind wir alle! Gewalttätige Polizeieinsätze und willkürliche Gerichtsverhandlungen sind nicht das Problem einiger Weniger, sondern sie betreffen uns alle. (weiterlesen)

Mittwoch 04.07.07, 20:31 Uhr

G8: Don’t believe the hype!

Sammlung einiger Lügen, die den Weg in die Medien fanden oder dort entstanden

[de.indymedia.org] »Die Zeit um die Gipfelproteste um Heiligendamm war geprägt von einem Medienhype, der uns die fantastischsten Dinge vermitteln sollte. Clowns griffen angeblich die Polizei mit Säure und Einwegspritzen an, der ominöse schwarze Block tauchte zufällig immer dann auf, wenn Polizisten prügelten und Menschen bewaffneten sich mit Mollies und Wurfgeschossen, die mit Rasierklingen und Nägeln gespickt waren, hieß es. Der Medienmaschinerie ist nichts zu schade, um den legitimen Widerstand gegen die Politik der G8 zu diffamieren. Hier eine Sammlung einiger Lügen, die den Weg in die Medien fanden oder dort entstanden.« Artikel bei indymedia lesen

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Mittwoch 13.06.07, 18:07 Uhr
Demonstranten in Gewahrsam und bei Kontrollen misshandelt

G8-Plenum: Gewaltorgien der Polizei werden bekannt - und das in weit größerem Ausmaß als bisher schon vermutet

»Geh oder du erlebst den Tag nicht mehr«

BochumerInnen, die an den Protesten und Blockaden gegen den G8-Gipfel teilnahmen, berichten von Gewaltorgien der Polizei gegen friedliche DemonstrantInnen. Die jungen BochumerInnen sind geschockt und teilweise traumatisiert von der Brutalität der Polizei. In den Medien stand die Berichterstattung über die friedlichen Blockadeaktionen im Mittelpunkt, doch zunehmend wird die unsägliche Gewalt der Polizei bekannt:

[linkszeitung.de] »In den Tagen nach dem G8-Protest werden immer mehr Details von Polizeiübergriffen öffentlich. Betroffene schildern in Internet-Portalen ihre Erlebnisse. Deutlich wird, dass Polizisten Gipfel-Kritiker beschimpft, beleidigt, geschlagen und misshandelt haben - und das in weit größerem Ausmaß als bisher schon vermutet. Nach Berichten von Anwälten ist es bei Festnahmen häufig zu brutaler Gewaltanwendung gekommen. Polizisten weigerten sich, verletzte Demonstranten zu versorgen. Stattdessen wurden sie häufig direkt in die Gefangenen- Sammelstellen gebracht. Dort wurden sie in enge Verschläge gesperrt. Die Unterbringung der festgenommenen Demonstranten wird als “Käfig-Haltung” kritisiert. (weiterlesen)

Kategorie aktuell > G8
Freitag 08.06.07, 18:35 Uhr

Doch ein Zivilpolizist - Provokateure als Motor der Gewalt immer wahrscheinlicher

[jW online: G 8 spezial] »Der angebliche »Autonome« war tatsächlich ein Beamter aus Bremen. Staatsanwaltschaft will eventuell ermitteln. Noch am Donnerstag hatte die Sondereinheit »Kavala« entrüstet bestritten, ein von Demonstranten enttarnter »Autonomer« sei in Wirklichkeit Zivilbeamter. Schon am Freitag mußte sie zugeben, daß der Mann tatsächlich Polizist ist, und zwar aus Bremen… G-8-Gegner jedoch haben den Vorgang anders in Erinnerung: Demnach hatte der Mann zusammen mit vier ebenfalls als »autonom« getarnten Kollegen versucht, tschechische Globalisierungsgegner zur Randale anzustiften. (weiterlesen)

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Freitag 08.06.07, 17:08 Uhr

Polizeisondereinheit Kavala zum Einsatz von Zivilbeamten:
»Da machen wir keine Kommentare zu«

[jW online: G 8 spezial] »Pressesprecher der Polizei müssen nicht zwingend gesprächig sein. Ein Gespräch mit Lüder Behrens, der sich als Pressesprecher der Polizeisondereinheit Kavala wortkarg, aber vielsagend zum Einsatz von Zivilbeamten und deren Funktion bei den Gipfelprotesten um Heiligendamm äußerte.« Interview lesen

Kategorie aktuell > G8
Mittwoch 06.06.07, 15:54 Uhr

Bundeswehr um und über Heiligendamm

[jW online: G 8 spezial] »Nach jW-Informationen ist am Einsatz um Heiligendamm auch die Bundeswehr beteiligt. Auf den Straßen sind Beobachtern zufolge Fahrzeuge mit dem berüchtigen »Y« im Nummernschild zu sehen.
Neben Feldjäger-Einheiten sind auch gepanzerte Fahrzeuge zu sehen. Offensichtlich ist: Die Soldaten arbeiten eng mit der Polizei zusammen. In der Luft kreisen Bundeswehrhubschrauber. Ein am Einsatz bei Bad Doberan beteiligter Soldat identifizierte die Helikopter als Aufklärungsmaschinen der Luftwaffe und erklärte gegenüber jW: »Die Bundeswehr ist darauf vorbereitet, bei einer zugespitzten Lage in das Geschehen einzugreifen. Die Einheiten sind in 20 Sekunden vor Ort.« An dem Einsatz seien unter anderem Soldaten aus Lündeburg beteiligt. »Die sind darauf trainiert, hinter den feindlichen Linien zu operieren«, charakterisierte der anonym bleiben wollende Soldat die bewaffneten Einsatzkräfte gegenüber junge Welt. Das Grundgesetzt verbietet einen Einsatz der Bundeswehr im Inland.«

Mittwoch 06.06.07, 13:28 Uhr

Massive Blockaden um Heiligendamm

G8-Proteste: Mehr als 10.000 blockieren Heiligendamm

[jW online: G 8 spezial - de.indymedia.org/ticker] Mit überraschendem Erfolg haben rund 10.000 Gipfelgegner die Zufahrtsstraßen zum G8-Tagungsort Heiligendamm blockiert - darunter die Autobahn A19 und die Bundesstraße 105. Ueber 5.000 blockieren die Straße direkt am Gate II (Nähe Bad Doberan). Sechs Hubschrauber haben eine Hundertschaft PolizistInnen vor der Blockade abgesetzt. Ebenfalls blockiert ist die Dampfeisenbahn »Molli«. G-8-Gegner legten heute mit einer Gleisblockade die Bahn lahm, welche die Medienvertreter vom Medienzentrum zum Gipfelgelände bringt.
Statt mit dem Dampfzug «Molli», der normalerweise Touristen von Bad Doberan an die Ostsee transportiert, mußten die Journalisten mit Booten die Reise zum Tagungshotel antreten, wie eine Sprecherin der Bundesregierung sagte. Nach Medienberichten soll Heiligendamm auf dem Landweg nicht mehr zu erreichen sein. Mindestens 800 Demonstranten ist es nach Polizeiangaben gelungen, zum Sicherheitszaun vorzudringen.

06.06.2007, 13:01 Uhr
Lindenallee dichtgemacht
Etwa 5.000 Menschen blockieren derzeit sitzend und stehend die Lindenallee bei Heiligendamm.
Die Aktion findet 200 Meter entfernt vom Sperrzaun zur sogenannten Sicherheitszone Heiligendamm statt, die 12 Kilometer lang den Austragungsort des Weltwirtschaftsgipfels der G8 umschließt.

Dienstag 05.06.07, 18:30 Uhr

ver.di Jugend: Absage an Spaltung

[jW online: G 8 spezial] An den G8-Protesten beteiligte Mitglieder und Funktionäre der ver.di Jugend sprechen sich scharf gegen eine Spaltung der Protestbewegung aus: »Die Spaltung in so genannte gemäßigte Gute und radikale Böse Demonstranten schwächt uns« erklärte ver.di-Jugendsekretär Andre Hinrichs im Camp Reddelich. Kritik am Verhalten Einzelner und eine selbstkritische Analyse der Ereignisse vom Samstag sei dringend notwendig - aber »ein undifferenziertes Distanzieren von so genannten gewaltbereiten Autonomen« sei ebenso abzulehnen wie »die Anbiederung der gemäßigten Globalisierungskritiker an Merkel, Schäuble & Co.«
Entscheidend sei, wem die Bilder von brennenden Autos, vermummten Straßenkämpfern und Hunderten Verletzten auf beiden Seiten nützten, erklärte Patrick von Brandt, ver.di-Landesjugendsekretär in Niedersachsen-Bremen.
Die meisten Medien konzentrierten sich ausschließlich auf die Zusammenstöße zwischen der Polizei und einer kleinen Minderheit der Demonstranten - und Hardliner der Bundesregierung forderten völlig enthemmt, weiter Grundrechte einzuschränken, kritisierte von Brandt.
Deshalb sei die auftretende Spaltung »eine Gefahr, welche die Protestbewegung um Jahre zurückzuwerfen droht« erklärten die ver.di-Jugendsekretäre. Abschließend riefen sie zur Unterstützung der Kampagne »Block G8« auf.

 
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